Barrick Mining Aktie: Keine Klarheit!
Die 30-Tage-Frist ist abgelaufen. Newmont hat Barrick Mining wegen angeblicher Vertragsverletzungen im gemeinsamen Nevada-Projekt förmlich in Verzug gesetzt – und gefährdet damit die geplante Milliarden-Abspaltung des nordamerikanischen Geschäfts. Das Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines (NGM) gilt als wertvollster Vermögenswert Barricks. Jetzt droht ein Rechtsstreit.
Vorwurf: Barrick benachteiligt Joint Venture
Am 26. Januar teilte Newmont mit, Beweise für Missmanagement bei NGM gefunden zu haben. Der konkrete Vorwurf: Barrick habe Ressourcen aus dem Gemeinschaftsunternehmen abgezogen, um das eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben. Am 3. Februar folgte die förmliche Verzugserklärung. Laut dem Vertrag von 2019 hat der beschuldigte Partner 30 Tage Zeit, das Problem zu beheben. Diese Frist ist nun verstrichen.
Nevada Gold Mines ist der Kern von Barricks Bewertung. Laut RBC-Analyst Josh Wolfson entfallen rund 60 Prozent des Börsenwerts auf dieses Asset. Barrick hält 61,5 Prozent der wirtschaftlichen Anteile, Newmont 38,5 Prozent. Barrick führt den operativen Betrieb und stellt drei von fünf Aufsichtsräten.
Newmont pocht auf sein vertragliches Vorkaufsrecht bei strategischen Entscheidungen. Das Unternehmen sieht den Joint-Venture-Vertrag verletzt und hat die US-Börsenaufsicht SEC eingeschaltet. Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein: Barrick plant für Ende 2026 den Börsengang einer Tochtergesellschaft, die das Nevada-Geschäft, Fourmile und weitere Vermögenswerte bündelt. Ein Anteil von 10 bis 15 Prozent soll verkauft werden. Newmont behauptet, diese Transaktion bedürfe seiner Zustimmung.
Fourmile im Mittelpunkt des Konflikts
Barrick investiert massiv in Fourmile. Die nachgewiesenen Goldressourcen verdoppelten sich 2025 zum zweiten Mal in Folge auf 2,6 Millionen Unzen in der Kategorie "indicated" und 13 Millionen Unzen "inferred". Für 2026 plant Barrick Bohrausgaben von 150 bis 160 Millionen Dollar – nach 91 Millionen im Vorjahr. Fourmile gilt als Wachstumsmotor.
Genau diese Prioritätensetzung kritisiert Newmont. Die Ressourcenverlagerung zugunsten von Fourmile belaste NGM und verstoße gegen die Vereinbarungen, so der Vorwurf. Barrick weist die Anschuldigungen zurück, machte aber keine Details öffentlich. CEO Mark Hill sagte gegenüber Bloomberg, der Joint-Venture-Vertrag schränke ihn ein, was er sagen könne. Man arbeite mit Newmont daran, Wert für die Aktionäre zu schaffen.
Newmont-CEO Natascha Viljoen beschrieb die Gespräche als konstruktiv. Beide Seiten betonen, im Interesse der Aktionäre zu handeln. Insider berichten jedoch, Newmont habe bereits Interesse an einem Erwerb von Barricks Nevada-Anteilen signalisiert.
Produktion unter Druck trotz Rekordcashflow
Im vierten Quartal 2025 erzielte Barrick operativen Cashflow von 2,73 Milliarden Dollar und freien Cashflow von 1,62 Milliarden – Rekordwerte. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,43 Dollar. Doch die Goldproduktion sank um 19 Prozent auf 871.000 Unzen. 2025 markierte das sechste Jahr in Folge mit rückläufiger Förderung – der niedrigste Output seit mindestens 25 Jahren.
Die Kosten steigen. Die All-in-Sustaining-Costs (AISC) kletterten im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 1.581 Dollar je Unze. Für 2026 kalkuliert Barrick mit AISC zwischen 1.760 und 1.950 Dollar, basierend auf einem angenommenen Goldpreis von 4.500 Dollar je Unze. Die höhere Kostenbasis resultiert auch aus der Rückgewinnung der Kontrolle über die Mine Loulo-Gounkoto in Mali im Dezember 2025.
Die Aktie legte in den vergangenen sechs Monaten um 61,3 Prozent zu, getrieben vom Goldpreisanstieg und starken Quartalszahlen. Am 3. März 2026 rutschte der Kurs unter den 50-Tage-Durchschnitt, notiert aber weiterhin über der 200-Tage-Linie.
Börsengang wackelt
Der geplante IPO der nordamerikanischen Sparte sollte Barricks strategische Neuausrichtung einläuten. Die neue Gesellschaft würde die Beteiligungen an NGM und Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik sowie das Fourmile-Projekt umfassen. Barrick will die Mehrheitskontrolle behalten. Der rechtliche Konflikt mit Newmont gefährdet diesen Plan direkt.
Bleibt die Auseinandersetzung ungelöst, kann Newmont vor einem Gericht in Nevada klagen. Bei einem Unternehmen, dessen Bewertung zu 60 Prozent von Nevada Gold Mines abhängt und dessen Gesamtproduktion seit Jahren schrumpft, dürfte jeder Streit um die JV-Struktur oder Fourmile die Investorenskepsis verschärfen.
Barrick hat die Dividendenpolitik angepasst. Ab dem vierten Quartal 2025 strebt das Unternehmen eine Ausschüttung von 50 Prozent des freien Cashflows an – bestehend aus einer Basisdividende von 0,175 Dollar je Aktie plus variabler Komponente. Im Gesamtjahr 2025 kaufte Barrick 51,9 Millionen eigene Aktien für 1,5 Milliarden Dollar zurück.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Barrick und Newmont eine Einigung finden oder ob ein Gerichtsverfahren den Zeitplan für den Börsengang durchkreuzt.
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