Nach zwei Jahren Chaos herrscht plötzlich Ruhe: Barrick Gold hat den zermürbenden Konflikt mit der Regierung von Mali beendet – und zahlt dafür einen stolzen Preis von 430 Millionen US-Dollar. Vier festgehaltene Mitarbeiter sind frei, die Goldmine läuft wieder auf Hochtouren. Doch während der Goldpreis nahe Rekordhöhen schwebt, reagiert die Aktie mit einem klassischen „Sell the News". Was steckt hinter dieser Reaktion – und ist die Entlastung wirklich nachhaltig?

Der Deal: Teuer, aber alternativlos

Die Einigung hat einen klaren Preis: Rund 430 Millionen Dollar fließen an die malische Regierung, davon ein Teil bar binnen sechs Tagen, der Rest über Steuerverrechnungen. Im Gegenzug fallen alle Anklagen gegen Barrick und seine Mitarbeiter. Die vier seit Ende 2024 festgehaltenen Angestellten sind frei.

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Doch das ist nicht alles. Barrick muss die Loulo-Gounkoto-Mine künftig nach dem neuen Bergbaugesetz von 2023 betreiben – was dem Staat Mali erlaubt, sich künftig mit bis zu 30 Prozent an neuen Projekten zu beteiligen. Ein empfindlicher Einschnitt in die bisherige Autonomie, aber offenbar der einzige Weg, um die strategisch wichtige Tier-One-Mine endgültig zu sichern.

Die wichtigsten Punkte:
* Zahlung von 430 Millionen Dollar binnen weniger Tage
* Übergang zum neuen Bergbaugesetz – Staat erhöht Beteiligung auf bis zu 30%
* Alle Klagen fallen, Mitarbeiter sind frei
* Barrick zieht Schiedsklage bei der Weltbank zurück

Goldpreis auf Rekordjagd – doch die Aktie strauchelt

Eigentlich perfektes Timing: Gold notiert bei rund 4.200 US-Dollar je Unze, historische Höchststände. Barrick meldete im dritten Quartal 2025 einen Rekord-Cashflow von 1,5 Milliarden Dollar. Die Grundlage für eine Rally wäre da.

Doch genau das Gegenteil passierte. Nach dem anfänglichen Kurssprung zur Wochenmitte – als die mündliche Einigung verkündet wurde – sackte die Aktie bis Freitag um 3,4 Prozent ab. Investoren scheinen den sofortigen Mittelabfluss gegen die langfristige Planungssicherheit abzuwägen – und zunächst skeptisch zu bleiben.

Der sogenannte „Mali-Abschlag" hatte Barrick monatelang im Vergleich zu Wettbewerbern wie Newmont zurückgeworfen. Analysten gehen davon aus, dass diese Bewertungslücke nun schrumpfen sollte. Allerdings dämpft die Cash-Zahlung kurzfristig mögliche Aktienrückkäufe.

Was jetzt zählt: Normalisierung in Westafrika

Mit der Freilassung der Mitarbeiter am Wochenende ist der juristische Knoten gelöst. Doch für Anleger beginnt jetzt die entscheidende Phase: Kann Barrick den Betrieb in Loulo-Gounkoto schnell wieder hochfahren und die Jahresziele erreichen?

Die Blockade der Goldexporte ist aufgehoben, die politischen Hürden beseitigt. Doch 430 Millionen Dollar sind kein Pappenstiel – selbst für einen Konzern mit Milliarden-Cashflow. Zudem bleibt die Frage, wie stark sich die neue staatliche Beteiligung künftig auf Margen und Flexibilität auswirkt.

Analysten bleiben dennoch optimistisch und stufen die Aktie mehrheitlich mit „Outperform" ein. Der Konsens: Die Zahlung war unvermeidbar, aber sie entsperrt den vollen Wert der westafrikanischen Assets. Zum Handelsbeginn am Montag dürfte vor allem die Frage im Raum stehen, ob Barrick die Produktionsziele bestätigen kann – und ob der „Mali-Rabatt" nun endgültig Geschichte ist.

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