Barrick Gold Aktie: IPO unter Beschuss
Eigentlich sollte der geplante Teilbörsengang der nordamerikanischen Gold-Assets frisches Kapital generieren und verborgene Werte heben. Doch nun funkt der Joint-Venture-Partner Newmont dazwischen. Der Vorwurf wiegt schwer: Die operative Leistung in den gemeinsamen Minen habe sich massiv verschlechtert. Droht dem strategischen Großprojekt jetzt das Aus?
Partner droht mit Blockade
Newmont reagierte am Montag mit einer scharfen Stellungnahme auf Barricks IPO-Pläne. Im Zentrum der Kritik steht das Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines. Laut Newmont leide der Betrieb dort seit sechs Jahren unter einer "Verschlechterung der Leistung und des daraus resultierenden Vermögenswerts".
Der Konzern deutete an, Schutzklauseln im Joint-Venture-Vertrag zu nutzen, um die Abspaltungspläne von Barrick anzufechten oder gar zu blockieren. Jede Transaktion müsse die vertraglichen Übertragungsbeschränkungen respektieren. Dies bringt erhebliche Unsicherheit in das Vorhaben, das Barrick erst im Dezember 2025 angekündigt hatte.
Bewertung von 60 Milliarden Dollar
Das geplante IPO ist kein kleines Projekt. Die neue Einheit, die Barricks Anteile an Nevada Gold Mines (61,5 Prozent), das Pueblo-Viejo-Projekt in der Dominikanischen Republik sowie die Fourmile-Entdeckung bündeln soll, könnte laut Berichten mit über 60 Milliarden Dollar bewertet werden. Barrick plant, lediglich eine Minderheitsbeteiligung von 10 bis 15 Prozent zu veräußern und die Kontrolle zu behalten.
Analysten von RBC Capital Markets vermuten, dass Barrick die Struktur bewusst so wählen möchte, um Klauseln zu umgehen, die bei einem Kontrollwechsel greifen würden. Da das Nevada-Geschäft rund 60 Prozent von Barricks gesamtem Marktwert repräsentiert, ist der Widerstand des Partners jedoch ein massives Hindernis.
Produktion im Sinkflug
Die Unzufriedenheit Newmonts trifft einen wunden Punkt. Barrick verzeichnete 2025 das sechste Jahr in Folge rückläufige Goldfördermengen, die auf den tiefsten Stand seit mindestens 25 Jahren fielen. Auch für das laufende Jahr 2026 erwartet das Management weitere Rückgänge, auch im umstrittenen Nevada-Venture.
Trotz dieser operativen Schwächen konnte Barrick im vierten Quartal die Umsatzerwartungen übertreffen. Mit Erlösen von 6,00 Milliarden Dollar lag der Konzern über den prognostizierten 5,16 Milliarden Dollar. Die Analystenreaktionen fallen angesichts der Gemengelage unterschiedlich aus: Während die UBS ihr Kursziel leicht senkte, hob die Citi es auf 48 Dollar an, bleibt aber bei einer neutralen Haltung.
Der Erfolg der geplanten Transaktion hängt nun davon ab, ob Barrick die vertraglichen Bedenken Newmonts ausräumen kann. Solange der Streit um die Performance der Nevada-Minen nicht beigelegt ist, bleibt die geplante Wertsteigerung durch das IPO blockiert.
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