Barrick Gold Aktie: IPO-Pläne unter Druck
Der Goldriese Barrick Gold sieht sich bei seinem geplanten Teilbörsengang in Nordamerika mit unerwartetem Gegenwind konfrontiert. Während die aktuellen Quartalszahlen die Erwartungen übertreffen, stellt sich der Joint-Venture-Partner Newmont quer. Droht der Streit um die operativen Standards in Nevada die strategische Neuausrichtung zu blockieren?
Partner Newmont droht mit Blockade
Newmont erhöht den Druck auf Barrick, die operative Leistung im gemeinsamen Joint Venture "Nevada Gold Mines" zu verbessern. Berichten vom gestrigen Donnerstag zufolge erwägt Newmont, spezifische Schutzklauseln im Vertrag zu aktivieren. Dies könnte den von Barrick angestrebten Teilbörsengang der nordamerikanischen Assets erheblich erschweren oder sogar verhindern.
Newmont hatte bereits öffentlich Bedenken über die sich verschlechternden Ergebnisse der Minen unter der Führung von Barrick geäußert. Dieser Konflikt wirft nun Schatten auf die geplante Abspaltung, die eigentlich Werte heben soll. Investoren müssen nun abwägen, wie realistisch der Zeitplan für das IPO unter diesen Umständen noch ist.
Starke Zahlen als Rückendeckung
Ungeachtet der Spannungen auf Partner-Ebene lieferte Barrick operative Argumente für seine Strategie. Der Umsatz im vierten Quartal 2025 belief sich auf 6,00 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Konsensschätzungen von 5,16 Milliarden US-Dollar deutlich. Verantwortlich dafür waren vor allem gestiegene Rohstoffpreise und eine solide Produktionsleistung:
- Die Goldproduktion stieg im Vergleich zum Vorquartal um 5 Prozent auf 871.000 Unzen.
- Der realisierte Goldpreis legte sequenziell um 21 Prozent zu.
- Die Cash-Position zum Jahresende wuchs um 65 Prozent auf 6,71 Milliarden US-Dollar an.
Parallel dazu kündigte das Management eine neue Dividendenpolitik an. Künftig sollen 50 Prozent des den Aktionären zurechenbaren freien Cashflows ausgeschüttet werden. Dies setzt sich aus einer fixen Basisdividende von 0,175 US-Dollar pro Quartal und einer variablen, performanceabhängigen Komponente zusammen.
Analysten passen Ziele an
Die Kombination aus starken Zahlen und strategischen Unsicherheiten sorgte für Bewegung bei den Analysteneinschätzungen. Stifel reagierte optimistisch und hob das Kursziel am 10. Februar von 65 auf 95 kanadische Dollar an. Auch die Citi schraubte ihr Ziel von 38 auf 48 US-Dollar nach oben. Die UBS hingegen zeigte sich etwas zurückhaltender und senkte ihr Kursziel leicht von 59 auf 55 US-Dollar, behielt aber ihre Kaufempfehlung bei.
Barrick hält indes an seinem Zeitplan fest und bereitet den Teilbörsengang, der auch Anteile an Pueblo Viejo und der Fourmile-Lagerstätte umfassen soll, für das vierte Quartal 2026 vor. Ob dieser Termin gehalten werden kann, dürfte nun maßgeblich von den Verhandlungen mit Newmont abhängen.
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