Der Goldriese Barrick nutzt die Gunst der Stunde: Während der Goldpreis historische Marken jenseits der 5.000 US-Dollar knackt und die Kassen füllt, formiert CEO Mark Hill seine Führungsmannschaft neu. Der strategische Umbau hat ein klares Ziel: Die Vorbereitung auf den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Vermögenswerte noch in diesem Jahr. Investoren blicken nun darauf, ob das neue Team die komplexe Abspaltung in diesem ambitionierten Zeitrahmen stemmen kann.

Fokus auf Recht und Politik

Barrick erweitert sein Executive Committee um zwei Schlüsselpositionen, die direkt an CEO Mark Hill berichten. James J. McGuire wurde zum Chief Legal and Policy Officer ernannt. Der erfahrene Jurist und ehemalige Bundesstaatsanwalt soll die rechtlichen und regulatorischen Geschicke des Konzerns lenken. Gleichzeitig steigt Woo Lee, ein langjähriger Barrick-Manager und ehemaliger US-Diplomat, zum Chief Global Affairs Officer auf.

Diese Personalentscheidungen verdeutlichen, wo das Unternehmen derzeit seine größten Herausforderungen und Chancen sieht: In der Bewältigung komplexer juristischer Rahmenbedingungen und der Pflege globaler Regierungsbeziehungen. Poupak Bahamin wird im Zuge dieser Rochade die Rolle des General Counsel übernehmen.

Der strategische Hintergrund

Die Neubesetzungen sind eng mit den umfassenden Plänen für das Jahr 2026 verknüpft. Bereits Anfang Februar bestätigte das Unternehmen die Absicht, seine nordamerikanischen Gold-Assets in einem separaten IPO an die Börse zu bringen. Dazu gehören Anteile an den Nevada Gold Mines, Pueblo Viejo sowie das Fourmile-Vorkommen.

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Die Expertise von McGuire und Lee in den Bereichen Recht und Regierungskontakte dürfte entscheidend sein, um diesen "Spin-off" bis zum geplanten Abschluss Ende 2026 reibungslos durchzuführen. Ein solcher Börsengang erfordert nicht nur finanzielle Strukturierung, sondern auch intensive Abstimmung mit Regulierungsbehörden und politischen Entscheidungsträgern.

Rekordzahlen als Basis

Der Konzern agiert dabei aus einer Position der Stärke. Das abgelaufene vierte Quartal 2025 bescherte Barrick einen operativen Rekord-Cashflow von 2,73 Milliarden US-Dollar. Rückenwind liefert vor allem der Goldpreis, der zuletzt die Marke von 5.200 US-Dollar pro Unze überschritt und durch geopolitische Spannungen weiter getrieben wird.

Auch die Aktionäre profitieren direkt von dieser Entwicklung: Die Dividende wurde um 140 Prozent auf 0,42 US-Dollar je Aktie angehoben. Am Markt wird die Kombination aus soliden Zahlen und der IPO-Fantasie positiv aufgenommen. Die Aktie notiert aktuell bei 42,20 Euro und konnte seit Jahresbeginn bereits um über 12 Prozent zulegen, womit sie sich in Schlagdistanz zu ihrem 52-Wochen-Hoch befindet.

Mit der neu aufgestellten Führungsriege und der klaren Roadmap liegt der Ball nun im Feld des Managements. Der Erfolg des Jahres 2026 wird maßgeblich davon abhängen, ob Barrick die geplante Abspaltung der Nordamerika-Sparte ohne zeitliche Verzögerungen oder regulatorische Hürden bis zum Jahresende realisieren kann.

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