Die Barrick-Aktie schloss die Handelswoche mit einem Minus von 1,83 Prozent bei 48,73 US-Dollar. Der Grund: Die Regierung in Mali hat erstmals detaillierte Produktionszahlen für 2025 veröffentlicht – und die bestätigen das Ausmaß der Krise. Während hohe Goldpreise die Bilanz stützen, offenbart sich in Westafrika ein dramatischer Produktionseinbruch.

Goldproduktion bricht um 75 Prozent ein

Die am Freitag veröffentlichten offiziellen Daten aus Mali zeichnen ein klares Bild: Der Konflikt um den neuen Bergbau-Kodex hat Barricks wichtigstes Asset in der Region nahezu lahmgelegt.

  • Produktionsrückgang: Nur noch 5,5 Tonnen Gold förderte Barrick 2025 in Mali – nach 22,5 Tonnen im Vorjahr.
  • Verlorene Führungsposition: Konkurrent B2Gold überholte Barrick mit 17,5 Tonnen und ist nun größter Produzent des Landes.
  • Ursache: Die Durchsetzung des verschärften Bergbau-Kodex führte zu einem Betriebsstopp. Die Wiederaufnahme kostete Barrick rund 430 Millionen US-Dollar.

Bereits im dritten Quartal hatte sich die Krise angedeutet: Die Goldverkäufe sanken um 13 Prozent auf 837.000 Unzen. Die Mali-Zahlen liefern nun die Erklärung für den Einbruch.

Hoher Goldpreis dämpft den Schmerz

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Trotz der Produktionskrise notiert die Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 50,51 US-Dollar. Der Grund: Rekordpreise beim Gold kompensieren die fehlenden Volumina teilweise. Doch die Prognosen mussten deutlich nach unten.

  • Jahresproduktion 2025: Barrick erwartet nur noch 3,15 bis 3,5 Millionen Unzen – nach 3,91 Millionen im Vorjahr.
  • Viertes Quartal: Analysten rechnen mit rund 881.000 Unzen, ein Rückgang von 18 Prozent.
  • Kostendruck: Bei sinkenden Volumina steigen die Förderkosten pro Unze rechnerisch an, was trotz hoher Goldpreise die Margen belastet.

Die Konkurrenz kämpft mit ähnlichen Problemen: Newmont verzeichnete einen Absatzrückgang von 16 Prozent, während Agnico Eagle leicht zulegen konnte.

Ausblick auf die Zahlen

Am 5. Februar 2026 legt Barrick die vollständigen Geschäftszahlen für 2025 vor. Im Fokus werden die sogenannten "All-In Sustaining Costs" stehen – die Gesamtkosten pro geförderter Unze. Diese Kennzahl dürfte deutlich gestiegen sein und zeigen, wie stark der Mali-Konflikt die Profitabilität belastet hat. Analysten halten mehrheitlich am "Buy"-Rating fest und setzen auf eine Erholung 2026, wenn der Loulo-Gounkoto-Komplex wieder auf Volllast läuft. Technisch liegt die nächste Unterstützung bei 47 US-Dollar, während ein Ausbruch über 50,51 US-Dollar signalisieren würde, dass der Markt die Mali-Krise als abgeschlossen betrachtet.

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