Atlassian erlebt derzeit turbulente Tage an der Börse. Während Sorgen vor einer Verdrängung durch künstliche Intelligenz den Kurs massiv unter Druck setzten, lieferte eine optimistische Analystenstudie prompt die Gegenbewegung. Erweist sich die KI-Revolution für den Software-Spezialisten letztlich als Bedrohung oder doch als unerwarteter Wachstumsmotor?

KI-Sorgen belasten den Sektor

Zu Beginn der Woche geriet das Papier deutlich unter Verkaufsdruck. Auslöser war ein Bericht von Citrini Research, der ein kritisches Szenario für die Softwarebranche entwarf: Ab dem Jahr 2028 könnte künstliche Intelligenz etablierte Geschäftsmodelle massiv stören. Diese Unsicherheit traf nicht nur Atlassian, sondern den gesamten Sektor.

Zusätzlich verschlechterte sich das Marktumfeld durch angekündigte US-Zollsteigerungen, was Anleger weltweit dazu veranlasste, Risiko-Assets wie Technologieaktien abzustoßen. Die negativen Impulse aus den USA wirkten sich unmittelbar auf internationale Märkte aus und zogen auch Branchenkollegen in Australien mit nach unten.

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Analyst sieht KI als Wachstumstreiber

Doch die Stimmung drehte sich am Dienstag, als Jefferies-Analyst Brent Thill die Aktie mit einem „Buy“-Rating versah. Er präsentierte eine Gegenthese zur weit verbreiteten KI-Angst. Thills Argumentation zufolge werden KI-Tools künftig die Menge an produziertem Programmiercode massiv erhöhen. Dies dürfte wiederum die Nachfrage nach Plattformen wie jenen von Atlassian steigern, die für die Koordination und Zusammenarbeit in der IT-Entwicklung unverzichtbar sind.

Auf Basis dieser Dynamik prognostiziert der Experte ein jährliches Wachstum von 20 Prozent. Zum Zeitpunkt der Hochstufung wurde die Aktie zudem mit einer Bewertung gehandelt, die dem 14,5-fachen des freien Cashflows entsprach – ein Niveau, das viele Marktteilnehmer offenbar für den Einstieg nutzten.

Insider-Verkäufe trüben das Bild

Trotz der operativen Zuversicht bleibt ein kritischer Aspekt bestehen: Die massiven Verkäufe durch Unternehmensinsider. In den vergangenen sechs Monaten standen 1.323 Veräußerungen durch Führungskräfte lediglich neun Käufen gegenüber. Solche Liquidationswellen durch das Management werden am Markt oft als Warnsignal gewertet, auch wenn das Kerngeschäft zuletzt stabil wuchs.

Im zweiten Quartal 2026 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 23 Prozent auf rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Mit einem Schlusskurs von 60,33 Euro am Dienstag notiert die Aktie dennoch weiterhin gefährlich nah an ihrem 52-Wochen-Tief von 58,44 Euro. Entscheidend für eine nachhaltige Erholung wird sein, ob Atlassian die optimistische 20-Prozent-Wachstumsprognose in einem zunehmend KI-geprägten Umfeld tatsächlich bestätigen kann.

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