ASML hat am Freitag ein neues Allzeithoch erreicht – und die Euphorie hält an. Mit einem Kurssprung von über 6,6 Prozent auf 1.273,88 US-Dollar markierte die Aktie des niederländischen Halbleiterausrüsters ein historisches Niveau. Was treibt den Titel an? Die Antwort liegt nicht nur in der Chip-Fertigung für Künstliche Intelligenz, sondern in einem bislang unterschätzten Segment: DRAM-Speicher.

Bernstein setzt auf den Memory-Boom

Die Investmentbank Bernstein hat ASML zum Wochenende als „Top Pick" unter europäischen Halbleiterwerten für 2026 ausgerufen. Zuvor hatte das Haus die Aktie von „Market Perform" auf „Outperform" hochgestuft und das Kursziel auf 1.300 Euro (rund 1.528 US-Dollar) angehoben.

Der Grund für den Optimismus: Der erwartete DRAM-Superzyklus. Während sich Investoren bisher stark auf Logik-Chips konzentrierten, rückt nun die Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM) in den Fokus – eine Schlüsselkomponente für KI-Server. Bernstein-Analysten argumentieren, dass dieser Bedarf zu einem massiven Engpass bei Produktionsanlagen führt.

Warum DRAM jetzt entscheidend wird

Der Übergang zu fortgeschrittenen DRAM-Generationen wie 1c verändert die Spielregeln. Die sogenannte Lithografie-Intensität – also der Anteil der Belichtungsschritte in der Chipproduktion – steigt laut Bernstein auf bis zu 28 Prozent. Bisher lag dieser Wert bei 20 bis 24 Prozent.

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Was bedeutet das konkret? Speicherhersteller wie Samsung und SK Hynix müssen deutlich mehr EUV-Systeme (Extreme Ultraviolet) von ASML kaufen, um ihre Kapazitäten auszubauen. Das erhöht die Sichtbarkeit der Auftragsbücher für 2026 und 2027 erheblich.

TSMC als Stimmungstest vor den Zahlen

Am 28. Januar präsentiert ASML die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Die Erwartungen sind hoch – der Markt preist bereits ein deutliches Übertreffen der Konsensschätzungen ein. Vor diesem Termin liefert TSMC, der größte Kunde von ASML, Mitte Januar seine Quartalszahlen.

Besonders die Investitionspläne des taiwanischen Chipgiganten dürften Hinweise auf die weitere Nachfrageentwicklung geben. Sollte TSMC erhöhte Ausgaben für seine Werke in Arizona und Taiwan bestätigen, würde dies die bullische These für ASML weiter untermauern.

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