Der niederländische Halbleiter-Ausrüster ASML hat am Freitag ein neues Rekordhoch erreicht und dabei rund 6,7 Prozent zugelegt. Verantwortlich für den Kurssprung ist eine Welle bullisher Analystenbewertungen, die auf eine deutliche Erholung im Halbleiter-Investitionszyklus setzen. Die Frage ist nun: Trägt die Rally oder wird die Luft dünn?

Massive Analystenhochstufungen treiben den Kurs

Der Haupttreiber der jüngsten Kursexplosion sind gleich mehrere Upgrades prominenter Finanzinstitute. Bernstein Research hob die Einstufung auf "Outperform" an und schraubte das Kursziel von 800 auf 1.300 Euro nach oben – eine drastische Neubewertung. Die Begründung: 2026 und 2027 dürften die Investitionen in Halbleiterproduktionsanlagen spürbar anziehen.

Weitere Institute folgten mit optimistischen Einschätzungen:

  • Bernstein: Upgrade auf Outperform, Kursziel 1.300 Euro
  • Aletheia Capital: Kursziel verdoppelt auf 1.500 US-Dollar
  • Bank of America Securities: Neues "Buy"-Rating
  • Berenberg Bank: Kaufempfehlung ausgesprochen

Die gebündelte Zuversicht der Analysten signalisiert eine grundlegende Neubewertung der Wachstumsaussichten für den Marktführer bei EUV-Lithographiesystemen.

EUV-Nachfrage und KI-Boom als Fundament

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Hinter der bullishen Stimmung stehen konkrete industrielle Trends. Die Nachfrage nach ASMLs modernsten High-NA EUV-Lithographiesystemen zieht an, da Chipriesen wie TSMC, Samsung und Intel ihre Kapazitäten für KI-fähige Prozessoren massiv ausbauen. Besonders die steigenden Investitionen in KI-Infrastruktur übersetzen sich direkt in Aufträge für ASMLs Spitzentechnologie.

Hinzu kommt eine erwartete Erholung im DRAM-Segment – einem wichtigen Wachstumstreiber für 2026. Starke Verkaufszahlen von Großkunde TSMC bestätigen die These einer anhaltend robusten Nachfrage nach modernsten Fertigungstechnologien.

Quartalszahlen als nächster Lackmustest

Am 28. Januar stehen die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 an. Anleger werden dabei besonders auf die Auftragseingänge achten – sie müssen belegen, dass die von Analysten erwartete Erholung tatsächlich in der Auftragspipeline ankommt. Bei den aktuellen Bewertungsniveaus ist die Messlatte hoch: Der Markt preist bereits ein Szenario dominanter Marktanteile und steigender Margen ein.

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