ASML Aktie: Analysten Rückenwind
Der Markt blickt mit wachsendem Interesse auf ASML. Mehrere Großkunden fahren ihre Investitionspläne hoch, Analysten heben Kursziele teils deutlich an – und alles läuft auf die Frage hinaus, wie stark sich dieser Investitionszyklus in den kommenden Quartalen im Auftragseingang niederschlägt. Im Zentrum steht dabei vor allem der KI-Boom, der die Halbleiterindustrie zu neuen Kapazitätsausbauten zwingt.
Analysten drehen an den Kurszielen
In den vergangenen Tagen hat sich der Ton der Analysten spürbar aufgehellt. Eine Reihe großer Häuser hat ihre positiven Einschätzungen bekräftigt und die langfristigen Perspektiven von ASML betont.
Ein prominentes Beispiel: Bernstein hat sein Kursziel deutlich auf 1.642 US‑Dollar angehoben. Solche Anhebungen untermauern die Erwartung, dass ASML seine Schlüsselrolle in der Chipfertigung nicht nur behauptet, sondern ausbauen kann. Mehrere Institute bleiben bei „Buy“-Einstufungen und verweisen auf die starke Position des Unternehmens im kommenden Investitionszyklus der Branche.
Investitionswelle bei TSMC und Intel
Der entscheidende Treiber im Hintergrund sind die gewaltigen Investitionspläne großer Chipproduzenten, allen voran TSMC und Intel.
TSMC plant für 2026 ein Kapitalbudget von 52 bis 56 Milliarden US‑Dollar. Das wäre ein klarer Sprung gegenüber dem Vorjahr und ein starkes Signal für steigende Nachfrage nach High-End-Fertigungstechnik. Für ASML bedeutet das: Die Wahrscheinlichkeit nimmt zu, dass der Auftragseingang für modernste Belichtungsanlagen weiter wächst.
Bei Intel fällt das Bild differenzierter aus, bleibt für ASML aber ebenfalls positiv. Insgesamt soll der Capex 2026 zwar eher stabil oder leicht rückläufig sein. CFO David Zinsner hat jedoch angekündigt, die Ausgabenstruktur deutlich zu verschieben: Weniger Geld soll in den Bau neuer Reinräume fließen, dafür „deutlich höhere“ Ausgaben für Fertigungstools im Vergleich zu 2025. Das heißt: Ein größerer Teil des Budgets wandert in genau jene Anlagen, die ASML liefert – ein klarer Nachfrageimpuls, auch ohne steigendes Gesamtbudget.
Diese Verschiebungen zeigen, dass Kunden verstärkt in produktive Kapazität und weniger in Infrastruktur investieren. Für einen Ausrüster wie ASML ist das entscheidend.
Deutlicher Aufwärtstrend der Aktie
Die Börse hat auf diese Entwicklungen bereits reagiert. Die ASML-Aktie liegt auf Jahressicht deutlich im Plus und notiert aktuell auf einem neuen 52‑Wochen‑Hoch. In den vergangenen 30 Tagen legte der Titel um gut 10 % zu, seit Jahresbeginn summiert sich das Plus auf rund 20 % – ein klares Zeichen, dass der Markt die starke Stellung von ASML im aktuellen Investitionszyklus honoriert.
Mehr als nur EUV: High‑NA und DUV im Fokus
Im Rampenlicht stehen vor allem die hochmodernen EUV‑Systeme und die neue High‑NA‑Generation. Intel will diese Technologie etwa für seinen 14A‑Prozess einsetzen. Das bestätigt die Einschätzung, dass ASML im Bereich der führenden Strukturbreiten praktisch gesetzt ist.
Spannend ist aber, dass Analysten zusätzlich auf ein oft unterschätztes Standbein hinweisen: das Geschäft mit Deep Ultraviolet (DUV)‑Systemen. Die Argumentation dahinter:
- Je stärker die fortgeschrittene Fertigung wächst, desto mehr DUV‑Kapazität wird in vorgelagerten und unterstützenden Prozessschritten benötigt.
- Der Ausbau moderner Linien zieht daher eine anhaltende Nachfrage nach DUV‑Anlagen nach sich.
- Damit wird das Umsatzprofil von ASML breiter und robuster, als es der reine Fokus auf EUV vermuten lässt.
Aus Analystensicht könnte der Markt das Potenzial dieser DUV‑Sparte bislang unterschätzen. Die Kombination aus High‑End‑EUV, High‑NA‑Systemen und stabilem DUV‑Geschäft spricht für einen diversifizierten Wachstumspfad.
Ausblick: Zahlen als nächster Prüfstein
Der nächste wichtige Termin ist bereits gesetzt: Am 28. Januar 2026 legt ASML seine neuesten Geschäftszahlen vor. Dann wird sich zeigen, wie sich die angekündigten Investitionspläne von TSMC und Intel im aktuellen Auftragseingang widerspiegeln und ob die Erwartungen der Analysten zum DUV‑Geschäft erste Bestätigung finden. Für den Markt dürften insbesondere der Ausblick auf 2026 und Hinweise zur Nachfrage nach EUV- und High‑NA‑Systemen entscheidend sein.
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