Arafura Rare Earths Aktie: Volatilität nach Regierungshilfe
Die australische Regierung kündigt ein Milliarden-Paket für kritische Mineralien an und nennt das Nolans-Projekt von Arafura Rare Earths explizit als Profiteur. Doch anstatt den Aufwärtstrend fortzusetzen, gaben die Papiere am gestrigen Dienstag deutlich nach. Nutzen Anleger die politischen Nachrichten lediglich für schnelle Gewinne oder warten sie auf die konkrete Umsetzung der Fördermaßnahmen?
Strategische Reserve als Kurstreiber
Die australische Regierung enthüllte am 12. Januar Details ihrer strategischen Reserve für kritische Mineralien. Mit einem Volumen von 1,2 Milliarden AUD (ca. 802 Millionen USD) zielt die Initiative darauf ab, Lagerbestände von Seltenen Erden, Antimon und Gallium aufzubauen.
Ressourcenministerin Madeleine King hob dabei Arafuras Nolans-Projekt als einen Hauptbegünstigten hervor. Ziel ist es, Preisuntergrenzen zu etablieren, um der Marktdominanz Chinas entgegenzuwirken. Die Reserve soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 voll einsatzfähig sein. Export Finance Australia erhält hierfür neue gesetzliche Befugnisse, um Abnahmevereinbarungen mit festen oder variablen Preisen sowie Differenzkontrakte abzuschließen.
Preismechanismus zur Absicherung
Arafura-CEO Darryl Cuzzubbo äußerte sich unterstützend zu dem vom Verband AMEC vorgeschlagenen Produktionsschema für Seltene Erden. Dieser Vorschlag, der in Zusammenarbeit mit zehn Entwicklern erarbeitet wurde, sieht eine Struktur mit Preisuntergrenzen und -obergrenzen vor.
Das Prinzip ist simpel: Fällt der Spotpreis unter eine vereinbarte Untergrenze, gleicht die Regierung die Differenz aus. Steigt der Preis über eine Obergrenze, wird der Staat an den Gewinnen beteiligt. Cuzzubbo betonte gegenüber S&P Global Platts, dass dieses Modell die Balance zwischen Industrieunterstützung und dem Schutz der Steuerzahler wahre. Die Zuteilung der Volumina soll über ein Ausschreibungsverfahren erfolgen.
Finanzierung und Marktreaktion
Neben der politischen Unterstützung rückten Berichte über eine potenzielle "Cornerstone"-Finanzierung in Höhe von rund 1,05 Milliarden USD in den Fokus. Ein solches Paket wäre entscheidend für die finale Investitionsentscheidung, die das Unternehmen für das erste Quartal 2026 anstrebt. Arafura verfügt bereits über Finanzierungszusagen von Export Finance Australia (533 Mio. AUD) sowie weiterer staatlicher Stellen und hat mit Gina Rineharts Hancock Prospecting (15,7 % Anteil) einen prominenten Großaktionär an Bord.
Der Markt reagierte am Dienstag jedoch mit Gewinnmitnahmen auf die jüngste Rally. Die Aktie schloss 7,81 % tiefer bei 0,295 AUD, nachdem sie im Tagesverlauf noch 0,325 AUD erreicht hatte. Das hohe Handelsvolumen von 64 Millionen Aktien deutet auf eine rege Umschichtung hin. Technisch betrachtet testet das Papier nun die Unterstützung bei 0,29 AUD. Trotz des Rücksetzers verzeichnet die Aktie im laufenden Jahr 2026 ein Plus von gut 9 %, aufbauend auf einer starken Performance im Vorjahr.
Ausblick und nächste Termine
Der Fokus verschiebt sich nun auf die operative Umsetzung. Ende Januar steht der nächste Quartalsbericht an, gefolgt von der geplanten finalen Investitionsentscheidung im ersten Quartal 2026 als wichtigstem kurzfristigen Katalysator. Parallel dazu könnte Finanzminister Jim Chalmers bei seinem aktuellen Besuch in Washington weitere Weichen für bilaterale Kooperationen mit den G7-Staaten stellen.
Arafura-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Arafura-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Arafura-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Arafura-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Arafura: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








