Arafura Rare Earths macht beim Nolans-Projekt operativ klare Fortschritte, die Börse reagiert heute jedoch zurückhaltend. Nach wichtigen Beschlüssen der Aktionäre und weiteren Zusagen von Kreditgebern bleibt der Kurs unter Druck. Der zentrale Punkt: Die Projektfinanzierung ist weitgehend strukturiert, doch ein letzter Baustein fehlt noch.

Schwacher Kurs trotz Fortschritt

Die Aktie verliert heute rund 2,9 Prozent auf 0,2475 australische Dollar. Auf Wochensicht liegt das Minus bei etwa 9 Prozent. Damit setzt sich eine Phase der Schwäche fort, obwohl das Unternehmen zentrale interne Hürden für die Projektfinanzierung genommen hat – ein typisches „Sell-on-news“-Muster nach lange erwarteten Meilensteinen.

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Aktionäre machen den Weg frei

Am 5. Dezember stimmten die Anteilseigner auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über mehrere Finanzierungsbeschlüsse ab. Alle Anträge erhielten deutliche Mehrheiten zwischen 87 und 96 Prozent.

Diese Zustimmung war Voraussetzung, um die geplante Kapitalstruktur für das Nolans Rare Earths Project mit einem Volumen von über 1 Milliarde australische Dollar umzusetzen. Operativ senkt das die Projekt­risiken deutlich, während der Markt stärker auf Umsetzungsrisiken in der Bauphase und bei der restlichen Finanzierung blickt.

Kernfinanzierung im Überblick

Nach der Aktionärszustimmung steht der Großteil der komplexen Finanzierung nun fest. Ein wichtiges Element wurde verlängert, als Export Development Canada (EDC) seine Zusage für eine vorrangige Fremdkapitallinie bestätigte.

Die Finanzierungsarchitektur für Nolans stellt sich derzeit so dar:

  • Export Development Canada (EDC): 300 Millionen US‑Dollar als Senior-Debt-Fazilität, Verlängerung zu den ursprünglichen Konditionen von Mai 2024.
  • Export Finance Australia (EFA): Zusage über 533 Millionen US‑Dollar im Rahmen der Critical Minerals Facility.
  • Northern Australia Infrastructure Facility (NAIF): 200 Millionen australische Dollar für Infrastruktur.
  • U.S. EXIM Bank: Fremdkapitalzusagen, die die geopolitische Bedeutung des Projekts unterstreichen.

Damit ist der Großteil des Fremdkapitals gesichert, und die Struktur aus Eigenkapital und Krediten ist weitgehend definiert.

Deutscher Baustein noch offen

Eine Tranche steht allerdings noch aus: Rund 115 Millionen australische Dollar sollen vom deutschen Staat kommen, die finale Genehmigung fehlt bislang. Diese Verzögerung ist ein spürbarer, wenn auch begrenzter Unsicherheitsfaktor und dürfte zur aktuellen Zurückhaltung am Markt beitragen – verstärkt durch die allgemeine Volatilität im Seltenerdensektor.

Ausblick auf die Umsetzung

Das Nolans-Projekt ist als strategisch wichtiges Vorhaben für nicht-chinesische Lieferketten von Neodym und Praseodym (NdPr) positioniert. Mit genehmigten Kapitalmaßnahmen auf der Eigenkapitalseite und weitgehend gesicherten Kreditlinien rückt nun die finale Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) in den Mittelpunkt, gefolgt vom Start der größeren Bauarbeiten.

Die Diskrepanz zwischen der gefestigten Finanzierungsbasis und der anhaltenden Kursschwäche spiegelt vor allem die vorsichtige Haltung des Marktes gegenüber Zeitplan und Ausführung eines komplexen Rohstoffprojekts wider.

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