Arafura Rare Earths meldet heute ein deutlich stärkeres Finanzpolster – und trotzdem gerät die Aktie im Sog eines breiten Ausverkaufs im australischen Seltene-Erden-Sektor unter die Räder. Der Grund liegt weniger im Unternehmen selbst als in politischen Fragezeichen und schlechten Nachrichten von Wettbewerbern. Was zählt für Anleger jetzt mehr: die neue Liquidität oder die plötzlich gekippte Stimmung im Sektor?

Wichtige Punkte aus dem Update:
- Kassenbestand: rund 571 Mio. AUD (zuvor 90 Mio. AUD)
- Projekt-Meilenstein: Final Investment Decision (FID) für Nolans bis Ende Q2 2026 angepeilt
- Tagesbewegung: Aktie intraday etwa 7% tiefer (Bereich 0,24–0,25 AUD)

Mehr Geld vor der FID

Im Quartalsbericht für den Zeitraum bis Ende Dezember 2025 steht vor allem ein Punkt im Mittelpunkt: Die Liquidität ist stark gestiegen. Zum Quartalsende lagen die Barreserven bei etwa 571 Mio. AUD, nach nur rund 90 Mio. AUD im Vorquartal.

Den Sprung erklärt das Unternehmen mit einer Kapitalaufnahme: 475 Mio. AUD flossen über eine Platzierung, ergänzt durch einen Share Purchase Plan. Das soll die nächsten Schritte Richtung Entwicklung des Nolans Project im Northern Territory absichern.

Beim Zeitplan bleibt das Management bei seiner Linie. Arafura peilt die FID bis Ende des zweiten Quartals 2026 an. Für die Umsetzungsphase wurde Hatch als bevorzugter Partner für Engineering, Procurement und Construction Management (EPCM) benannt.

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Sektor-Abverkauf drückt den Kurs

Trotz der positiven Finanzierungsmeldung stand die Aktie heute unter Druck. Im Tagesverlauf rutschte der Kurs in den Bereich von 0,24 bis 0,25 AUD, das entspricht einem Minus von rund 7% intraday.

Der Rückgang traf jedoch nicht nur Arafura. Der gesamte australische Seltene-Erden-Komplex geriet unter Verkaufsdruck, nachdem Berichte die Runde machten, dass die US-Regierung Preisgarantien für kritische Mineralien – ein vom Markt offenbar eingepreistes Unterstützungsinstrument – überdenken könnte.

Zusätzliche Belastung kam von Iluka Resources: Die Aktie brach um mehr als 13% ein, nachdem Iluka eine Wertminderung von 565 Mio. AUD im Zusammenhang mit den Cataby-Operationen meldete und Arbeiten wegen fallender Mineralpreise aussetzte. Auch Lynas Rare Earths verlor knapp 8%.

Finanzierungslücke bleibt Thema

So komfortabel der aktuelle Kassenbestand wirkt: Für den Weg bis zur vollen Produktion braucht es laut Unternehmen weiteres Kapital. Der Gesamtfinanzierungsbedarf für das Nolans Project wird auf 1,6 Mrd. USD geschätzt.

CEO Darryl Cazzubbo betonte im Call, dass Arafura die noch offenen Bausteine der Finanzierung finalisieren will. Genannt wurden dabei ein mögliches Investment des deutschen Rohstofffonds (mit Fokus auf eine Eigenkapitalbeteiligung von 50 Mio. Euro) sowie Gespräche im Rahmen des Australia–US Critical Minerals Framework.

Beim Marktumfeld verweist das Unternehmen darauf, dass sich der Neodym-Praseodym-Preis (NdPr) in den vergangenen 12 Monaten von zyklischen Tiefs erholt habe. Gleichzeitig bleibt die kurzfristige Volatilität ein Problem für die Bewertungen im Sektor. Konkreter nächster Fixpunkt ist das anvisierte FID-Zeitfenster bis Ende Q2 2026.

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