Der Tech-Gigant Apple sieht sich derzeit mit einer Mischung aus geopolitischen Spannungen und Wachstumssorgen in der wichtigen Services-Sparte konfrontiert. Investoren hinterfragen zunehmend den Status der Aktie als defensiver Anker im Depot. Doch der Fokus verschiebt sich nun auf einen entscheidenden strategischen Schachzug: Die bestätigte Integration von Googles Gemini-KI, die das Unternehmen im Wettbewerb neu positionieren soll.

Gemini als Antwort auf KI-Sorgen

Die wohl wichtigste Entwicklung für die Zukunftsfantasie des Konzerns ist die bestätigte Partnerschaft mit Google. Der Plan sieht vor, die Gemini-KI zu nutzen, um eine neue Generation der Sprachassistentin Siri anzutreiben. Marktbeobachter werten diesen Schritt als direkte Reaktion auf die Befürchtung, Apple könnte im aktuellen KI-Boom den Anschluss verlieren. Wie sich diese Strategie finanziell auswirkt und welche Produkte konkret folgen, dürfte der Quartalsbericht am 29. Januar zeigen.

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Wall Street ist gespalten

Die aktuelle Unsicherheit spiegelt sich auch in den Einschätzungen der Analysten wider, deren Meinungen selten so weit auseinandergingen. Während die Aktie seit Jahresanfang rund 5,4 % verlor, sehen einige Experten darin eine Einstiegschance, während andere zur Vorsicht mahnen:

  • Goldman Sachs: Bleibt bei "Buy" und sieht die Kursschwäche als Kaufgelegenheit vor einem möglichen neuen iPhone-Zyklus. Die Bank prognostiziert trotz Sorgen ein Wachstum der Services-Sparte um 14 % und einen Anstieg der iPhone-Umsätze im ersten Quartal um 13 %.
  • Wedbush: Zeigte sich zuletzt optimistisch und erhöhte das Kursziel, basierend auf einer erwarteten starken iPhone-Nachfrage.
  • Aletheia Capital: Nimmt eine pessimistischere Haltung ein und senkte das Kursziel mit Verweis auf Margendruck bei der Hardware.
  • KeyBanc: Votiert neutral ("Sector Weight") und begründet dies mit gemischten Daten zu den Verbraucherausgaben.

Juristisches Tauziehen

Neben den fundamentalen Fragen belasten regulatorische Hürden den Kurs. In Indien steht Apple unter strenger kartellrechtlicher Beobachtung; bei einer Anhörung am 27. Januar drohen im schlimmsten Fall hohe Geldstrafen. Positiver verlief hingegen ein Rechtsstreit in Frankreich: Ein dortiges Gericht bestätigte, dass Apple seine Funktionen zur Transparenz beim App-Tracking beibehalten darf – ein wichtiger Pfeiler der Datenschutzstrategie des Konzerns.

Für Anleger werden die kommenden Tage richtungsweisend sein. Der Fokus liegt nun auf der Anhörung in Indien am kommenden Montag sowie den Quartalszahlen zwei Tage später, die zeigen müssen, ob die Wachstumstreiber iPhone und Services den aktuellen Gegenwind ausgleichen können.

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