Alphabet eilt von Hoch zu Hoch und hat eine beeindruckende Marktkapitalisierung von rund 4 Billionen US-Dollar erreicht. Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen am kommenden Mittwoch ist die Erwartungshaltung am Markt enorm. Angesichts der jüngsten Rally stellt sich für Anleger die Frage: Können die Ergebnisse den massiven Kursanstieg fundamental untermauern oder ist die Aktie reif für eine Verschnaufpause?

Hohe Erwartungen an den Zahltag

Am Mittwoch, den 4. Februar 2026, wird der Tech-Gigant nach Börsenschluss seine Bücher öffnen. Die Analystenprognosen sind ambitioniert: Die Wall Street rechnet mit einem verwässerten Gewinn pro Aktie von 2,59 US-Dollar für das vierte Quartal. Dies entspräche einer Steigerung von 20,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2,15 US-Dollar).

Für das gesamte Geschäftsjahr 2025 liegt die Konsensschätzung bei einem Gewinn von 10,58 US-Dollar je Aktie, was einem deutlichen Zuwachs von über 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr gleichkäme. Diese optimistischen Prognosen spiegeln das Vertrauen in die Ertragskraft des Konzerns wider, erhöhen aber gleichzeitig die Fallhöhe bei potenziellen Enttäuschungen.

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Die Treiber der Rally

Die Aktie markierte am Freitag mit 338,76 US-Dollar ein neues 52-Wochen-Hoch und schloss den Handel auf diesem Rekordniveau ab. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein beachtliches Plus von rund 75 Prozent zu Buche. Mehrere Faktoren haben diesen Lauf begünstigt:

  • KI und Cloud: Die Fantasie rund um Künstliche Intelligenz bleibt ein Haupttreiber. Google Cloud verzeichnete zuletzt einen Auftragsbestand von 155 Milliarden US-Dollar, getrieben durch die Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
  • Regulatorische Erleichterung: Ein Gerichtsurteil vom September 2025, wonach Alphabet den Chrome-Browser nicht veräußern muss, nahm erheblichen Druck von der Aktie.
  • Institutionelles Interesse: Auch Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat im dritten Quartal 2025 eine Position im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar aufgebaut, was als starkes Vertrauenssignal gewertet wurde.

Licht und Schatten im aktuellen Newsflow

Während der Kurs von der allgemeinen Tech-Euphorie profitiert, gab es in dieser Woche gemischte Nachrichten aus dem operativen Geschäft. Positiv wurde die Vorstellung von "Project Genie" aufgenommen, einem KI-Modell, das einfache Eingabeaufforderungen in spielbare 3D-Welten verwandelt – ein potenziell neuer Erlösstrom für das Werbe- und Cloud-Geschäft.

Weniger erfreulich sind Berichte über eine Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA gegen die Tochterfirma Waymo nach einem Unfall mit einem Fußgänger. Zudem sorgte die Verurteilung eines ehemaligen Ingenieurs wegen Diebstahls von KI-Geschäftsgeheimnissen für Schlagzeilen, auch wenn dies keine direkten finanziellen Auswirkungen auf den Konzern haben dürfte.

Der Blick auf den Mittwoch

Der entscheidende Impuls für die weitere Kursentwicklung wird am 4. Februar erwartet. Anleger sollten ihren Fokus dabei besonders auf das Wachstum der Cloud-Sparte und die Stabilität der Werbeeinnahmen richten. Ebenso wichtig werden die Aussagen des Managements zu den geplanten Investitionsausgaben (CapEx) im KI-Bereich sein, da diese die zukünftigen Margen maßgeblich beeinflussen.

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