Apple liefert dieser Woche gleich zwei gegensätzliche Schlagzeilen. Auf der einen Seite ein beeindruckender Produktionserfolg in Indien, der das Unternehmen spürbar unabhängiger von China macht. Auf der anderen Seite eine erneute Verzögerung beim Smart-Home-Display — weil Siri noch immer nicht bereit ist.

Indien-Offensive zahlt sich aus

Mehr als 55 Millionen iPhones hat Apple 2025 in Indien montiert — ein Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Inzwischen stammt jedes vierte iPhone aus indischen Fabriken, darunter auch die hochpreisigen Pro- und Pro-Max-Modelle.

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Der wirtschaftliche Antrieb dahinter ist eindeutig: In China gefertigte iPhones unterliegen beim Import in die USA Zöllen von rund 55 Prozent. Für Geräte aus Indien gilt dagegen ein Satz von nur 10 Prozent. Dieser Unterschied hat Apples gesamte Exportstrategie verändert. 2025 wurde das iPhone damit zum größten Exportgut Indiens überhaupt — mit einem Ausfuhrwert von rund 23 Milliarden US-Dollar.

Größter Profiteur auf indischer Seite ist die Tata Group. Über Tata Electronics hat der Konzern die Produktionsanlagen von Wistron übernommen und ein Joint Venture mit Pegatron gegründet. Bis Ende 2026 soll Tata rund die Hälfte der indischen iPhone-Produktion verantworten.

Siri bremst das Smart-Home-Geschäft

Weniger rund läuft es auf der Software-Seite. Das geplante Smart-Home-Display mit dem internen Codenamen J490 sollte ursprünglich im Frühjahr 2025 erscheinen, wurde dann auf März 2026 verschoben — und ist nun erneut verzögert. Der Grund: Siri ist noch nicht auf dem Stand, den Apple für das Gerät voraussetzt. Der neue Zieltermin ist September 2026.

Die Hardware soll seit Monaten fertig sein. Was fehlt, ist die Software-Plattform für die überarbeitete Siri-Generation. Apple plant, alle neuen KI-Funktionen rechtzeitig zum Start des iPhone 18 Pro im September bereitzustellen. Die neue Siri soll auf persönliche Nutzerdaten zugreifen können und stärker wie ein moderner Chatbot funktionieren — mit überarbeitetem Interface und neuen KI-Modellen.

Starke Zahlen, gedämpfte Stimmung

Zuletzt meldete Apple einen Quartalsumsatz von 143,76 Milliarden US-Dollar, ein Wachstum von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie von 2,84 US-Dollar übertraf die Konsensschätzung von 2,67 US-Dollar deutlich.

Trotzdem steht die Aktie seit Jahresbeginn leicht im Minus. Produktverzögerungen, regulatorischer Druck und geopolitische Unsicherheiten belasten die Stimmung kurzfristig. Gemessen an der mittelfristigen Entwicklung hat Apple dennoch deutlich besser abgeschnitten als viele KI-Werte — während Nvidia seit August 2025 rund 5,5 Prozent zulegte, steht Apple bei knapp 30 Prozent Plus.

Das eigentliche Spannungsfeld bleibt der September: Gelingt Apple dann der überfällige KI-Sprung mit einer überarbeiteten Siri und dem neuen Smart-Home-Display, könnte das die Frage beantworten, wie wettbewerbsfähig das Ökosystem gegenüber Rivalen ist, die bereits heute KI-Funktionen in den Vordergrund stellen.

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