Anglo American befindet sich mitten in einer historischen Transformation. Der Bergbaugigant schärft sein Profil und setzt alles auf die Karte Kupfer, Eisenerz und Pflanzennährstoffe. Während die geplante Fusion mit Teck einen neuen Branchenriesen formen soll, zwingen logistische Engpässe und die Trennung von Traditionssparten das Management zu harten Einschnitten.

Fokus auf Kupfer und Teck-Fusion

Der im Mai 2024 eingeleitete Umbau nimmt Gestalt an. Nach dem Verkauf der Platinsparte im vergangenen September steht nun die Abspaltung des Diamantengeschäfts De Beers im Fokus. Hohe Abschreibungen in diesem Bereich belasteten zuletzt die Bilanz, unterstreichen jedoch die strategische Entscheidung, sich auf kritische Mineralien zu konzentrieren. Gleichzeitig treibt der Konzern das Woodsmith-Projekt in Großbritannien voran, um sich im Markt für Düngemittel zu positionieren.

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Trotz der kurzfristigen Schwäche – die Aktie verlor in den letzten 30 Tagen rund zwölf Prozent – bleibt die langfristige Bilanz positiv. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von rund 37 Prozent. Aktuell notiert der Titel jedoch ein Stück weit unter seinem 52-Wochen-Hoch von 3.829 GBX, das erst Ende Februar erreicht wurde.

    1. April 2026: Veröffentlichung des Produktionsberichts für Q1 2026
    1. Mai 2026: Termin für die Dividendenzahlung
  • Ende 2026 / Anfang 2027: Erwarteter Abschluss der Fusion mit Teck

Logistik und operative Bilanz

Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 fielen solide aus. Der Umsatz aus dem fortgeführten Geschäft stieg um fünf Prozent auf 18,5 Milliarden US-Dollar, während das bereinigte EBITDA leicht auf 6,4 Milliarden US-Dollar kletterte. Neben dem internen Umbau erschweren allerdings externe Faktoren das operative Geschäft. Erst in diesem Monat musste der Konzern Eisenerz-Lieferungen vom Nahen Osten nach Asien umleiten, da Blockaden auf wichtigen Schifffahrtswegen die Logistik störten.

Solche Herausforderungen verdeutlichen die Abhängigkeit von globalen Lieferketten, selbst wenn die Nachfrage nach Kupfer und Eisenerz laut Branchenexperten vor einem neuen, substanziellen Rohstoffzyklus stehen könnte. Der Fokus verschiebt sich nun auf die operative Umsetzung der neuen Strategie. Mit dem Produktionsbericht Ende April und der anschließenden Dividendenzahlung stehen zwei Termine fest, die über die kurzfristige Stimmung der Aktionäre entscheiden. Die langfristige Bewertung des Konzerns hängt maßgeblich davon ab, wie reibungslos die Integration von Teck und die endgültige Trennung vom Diamantengeschäft verlaufen.

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