Um den eigenen Verschuldungsgrad zu senken, macht ams-Osram immer weniger Kompromisse. Für viel Aufsehen sorgte bereits im Februar die Meldung über den Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon. Das soll 570 Millionen Euro in die leeren Kassen spülen und könnte den Verschuldungsgrad damit pro forma von 3,3 auf noch 2,5 senken. Damit ist man aber noch nicht am Ende angekommen.

Die Verkaufsserie setzt sich aktuell fort. Kürzlich meldete ams-Osram den Verkauf der Entertainment- und Industrielampensparte an das japanische Unternehmen Ushio. Dafür werden Einnahmen in Höhe von 114 Millionen Euro erwartet. Zusammen mit dem jüngsten Sparprogramm "Simplify" wird damit das Ziel verfolgt, den Verschuldungsgrad unter 2 zu senken.

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ams-Osram behät die Schere in der Hand

Am Ziel angekommen ist ams-Osram noch lange nicht. Bis zum Jahr 2028 sollen jährlich rund 200 Millionen Euro mehr eingespart werden. Zu diesem Zweck wird auch der Wegfall von 2.000 Stellen weltweit eingeplant. In all dem lassen sich zwar nur wenige Wachstumssignale erkennen. Dennoch begrüßen die Anleger grundsätzlich den Entschuldungskurs und bescheren der ams-Osram-Aktie wieder einen etwas festeren Stand.

Die Verwerfungen aus der laufenden Woche standen dem zwar sichtlich im Wege und der Aktienkurs gab letztlich auf 8,82 Euro nach. Damit hält man sich das 52-Wochen-Tief in Höhe von 5,40 Euro aber noch immer vom Hals und im Chart lässt sich weiterhin eine, wenn auch zarte, Erholung seit Ende November erkennen. Die Hoffnung auf den Turnaround lebt fort.

Das könnte noch dauern

Die Planung von ams-Osram zeigt recht eindeutig, dass der Konzern selbst nicht mit einer plötzlichen Wende rechnet. Stattdessen wird aktuell und wahrscheinlich in den nächsten beiden Jahren der Grundstein dafür gelegt, um mittelfristig wieder in den Wachstumskanal zu finden. Wunder sind bis dahin eher nicht zu erwarten. Gelingen ams-Osram die derzeitigen Vorhaben aber, so könnte der Kurs sich kontinuierlich in Richtung Norden bewegen und wer jetzt einsteigt, würde dann natürlich am meisten profitieren. Wie immer lassen sich aber leider keine Garantien aussprechen.

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