Der Nutzfahrzeugriese steht vor einem entscheidenden Termin: Am 12. März legt Daimler Truck die vollständigen Jahreszahlen für 2025 vor – und die Erwartungen sind gedämpft. Der Absatz brach im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8 Prozent ein, in Nordamerika sogar um satte 26 Prozent. Gleichzeitig treibt der Konzern seine technologische Transformation voran: autonome Lkw auf öffentlichen Straßen und eine neue Motorengeneration sollen den Weg aus der Krise weisen.

Nordamerika-Geschäft unter Druck

Die regionalen Zahlen offenbaren die Schwachstelle des Konzerns. Während Mercedes-Benz Trucks mit knapp 160.000 verkauften Einheiten auf Vorjahresniveau blieb und Trucks Asia sogar leicht zulegen konnte, brach der wichtigste Einzelmarkt dramatisch ein. In Nordamerika sanken die Auslieferungen auf 141.814 Fahrzeuge – ein Minus von über einem Viertel.

Die Ursachen: Zurückhaltung amerikanischer Speditionen bei Neubestellungen und anhaltende Unsicherheit über mögliche US-Zölle. Bereits im dritten Quartal 2025 wurde die Belastung sichtbar. Der Umsatz fiel um knapp 20 Prozent auf 10,55 Milliarden Euro, der Gewinn je Aktie schrumpfte von 0,77 auf 0,57 Euro.

Ein positives Signal setzt das E-Fahrzeug-Segment: Der Absatz batterieelektrischer Nutzfahrzeuge stieg um 67 Prozent auf 6.726 Einheiten.

Technologie-Offensive trotz Gegenwind

Kurz vor der Bilanzvorlage setzt Daimler Truck strategische Akzente. Die Tochter Torc Robotics weitete ihre autonomen Testfahrten auf öffentliche Highways in Michigan aus. Die Tests nutzen das neueste Chassis auf Basis des Freightliner Cascadia und zielen darauf ab, die Systeme unter verschiedenen Wetter- und Straßenbedingungen zu validieren.

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Parallel dazu präsentierte der Konzern die Detroit-Gen-6-Motorenplattform. Die Aggregate DD13, DD15 und DD16 erfüllen die verschärften EPA-Emissionsvorschriften 2027 und sollen gleichzeitig rund 3 Prozent mehr Kraftstoffeffizienz liefern. Die ersten Modelle starten ab Januar 2027 in Serie, der DD16 folgt Anfang 2028.

Dividende bleibt stabil

Trotz schwacher Absatzzahlen hält der Konzern an seiner Ausschüttungspolitik fest. Für das Geschäftsjahr 2025 sind 1,90 Euro je Aktie vorgesehen – exakt so viel wie in den beiden Vorjahren. Die Aktie notiert aktuell bei 40,39 Euro und damit rund 9 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Juli 2025.

Was die Zahlen am Donnerstag bringen

Die Veröffentlichung der Finanzdokumente erfolgt am 12. März um 7:30 Uhr MEZ, die Management-Präsentation beginnt um 9:00 Uhr. Anleger erwarten vor allem Klarheit zur Prognose 2026: Wie schnell erholt sich der nordamerikanische Markt? Welche Auswirkungen haben mögliche Zollmaßnahmen? Und wie wirken sich die Investitionen in Autonomie und neue Antriebe auf die Margen aus? Die Antworten dürften die Richtung für die kommenden Monate vorgeben.

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