Ams Osram Aktie: Erfolgreicher Neuanfang!
Verkäufe, Stellenabbau, Schuldenabbau — ams OSRAM zieht gerade alle Register. Der österreichische Sensor- und Lichtspezialist vollzieht einen der tiefgreifendsten Konzernumbauten seiner Geschichte, und 2026 ist das Jahr, in dem die Weichen gestellt werden.
Zwei Milliarden-Deals als Kern der Strategie
Den Anfang machte der Verkauf der Lampensparte „Entertainment and Industry Lamps" an den japanischen Beleuchtungsspezialisten Ushio — abgeschlossen Anfang März für 114 Millionen Euro. Mit dem Deal gingen rund 500 Mitarbeitende, Produktionsstätten in Berlin sowie Patente ab. Das Segment hatte 2024 noch etwa 170 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet und galt als profitables Geschäft. Der Konzern trennte sich dennoch bewusst davon, um den Fokus zu schärfen.
Der deutlich größere Schritt folgt im zweiten Quartal: Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon soll 570 Millionen Dollar einbringen. Zusammen sollen beide Transaktionen die Pro-forma-Verschuldungsquote von 3,3x auf 2,5x drücken — das erklärte Ziel der Entschuldungsstrategie, die das Management im April 2025 vorgestellt hatte.
Sparprogramm trifft Deutschland besonders hart
Parallel dazu läuft das Restrukturierungsprogramm „Simplify", das auf 200 Millionen Euro jährliche Kostensenkungen abzielt. Rund 2.000 Stellen fallen weltweit weg. Deutschland trägt einen Großteil der Kürzungen: In Regensburg werden dreistellige Stellenzahlen abgebaut, da reife Produktlinien nach Asien verlagert werden. Der Standort Schwabmünchen wird mit rund 270 Stellen vollständig geschlossen, in Herbrechtingen sind etwa 250 Beschäftigte betroffen.
Das Vorgängerprogramm „Re-establish the Base" lieferte bereits 220 Millionen Euro Einsparungen — ein Jahr früher als geplant. „Simplify" soll daran anknüpfen.
Zahlen 2025 zeigen erste Fortschritte
Die Finanzzahlen für 2025 zeichnen ein gemischtes, aber tendenziell positives Bild. Der Umsatz sank leicht um drei Prozent auf 3,32 Milliarden Euro. Der Nettoverlust schrumpfte jedoch drastisch: von 786 Millionen Euro im Vorjahr auf 130 Millionen Euro. Zudem erwirtschaftete der Konzern einen freien Cashflow von 144 Millionen Euro — oberhalb des selbst gesetzten Schwellenwerts von 100 Millionen Euro.
Im vierten Quartal übertrafen Umsatz und bereinigte EBITDA-Marge von 18,4 Prozent die Analystenerwartungen. Auch bei Design-Wins im Halbleiterbereich verzeichnete ams OSRAM 2025 mit über fünf Milliarden Euro einen Rekordwert — eine Basis, auf der die langfristige Strategie als „Digital Photonics Leader" aufbaut.
Für das erste Quartal 2026 erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 710 und 810 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 15 Prozent. Ein negativer Währungseffekt aus dem schwächeren US-Dollar belastet dabei mit rund 50 Millionen Euro.
Die Aktie notiert mit einem RSI von 16,4 im stark überverkauften Bereich und liegt rund 35 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 13,84 Euro. Den nächsten konkreten Hinweis auf den Fortschritt des Umbaus liefern die Erstquartalszahlen am 7. Mai 2026.
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