Die strikten US-Exportbeschränkungen für Hochleistungs-Chips waren zuletzt eine massive Bremse für die Halbleiterbranche und drückten auf die Stimmung der Anleger. Doch nun deutet sich eine regulatorische Lockerung an, die dem Konzern den Zugang zum gigantischen chinesischen Markt zurückgeben könnte. Gleichzeitig tritt CEO Lisa Su den wachsenden Sorgen entgegen, der KI-Boom könnte bereits seinen Zenit überschritten haben.

Hoffnung auf China-Comeback

Der Haupttreiber für die aktuelle Stabilisierung sind Berichte, wonach das US-Handelsministerium Pläne finalisiert, den Export von KI-GPUs nach China unter strengen Auflagen wieder zu ermöglichen. Sollte sich dieses lizenzbasierte Modell bestätigen, könnten AMDs MI300- und die kommenden MI325-Serien wieder Zugang zu einem der weltweit größten Absatzmärkte erhalten.

Für AMD wäre dies ein entscheidender Schritt: Bislang haben die strikten Exportverbote diese Umsatzquelle effektiv abgeschnitten. Die Aussicht, diesen Kanal auch nur teilweise wieder zu öffnen, vergrößert den adressierbaren Gesamtmarkt (TAM) des Unternehmens schlagartig. Marktbeobachter preisen diese Entwicklung, die ursprünglich Konkurrent Nvidia betraf, nun auch direkt positiv für AMD ein.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?

"Best-Case-Szenario" bei KI-Anwendungen

Unterstützung erhält der Kurs zudem aus der Führungsetage. CEO Lisa Su stellte explizit klar, dass die Industrie "noch lange nicht ihre Leistungsgrenze erreicht hat" und KI ein Wachstumstreiber für viele Jahre bleibt. Damit widersprach sie direkt den Ängsten vor einer nachlassenden Nachfrage, die den Sektor Anfang Dezember belastet hatten.

Auch Analysten reagieren auf diese Signale. In aktuellen Kommentaren wird hervorgehoben, dass sich AMDs Positionierung im sogenannten "Inferenz"-Markt beschleunigt – also bei Chips, die KI-Modelle ausführen, statt sie nur zu trainieren. Experten sehen hier das "Best-Case-Szenario" erreicht und halten die Umsatzerwartungen für 2026 teilweise für zu konservativ. In optimistischen Langzeitszenarien kursieren bereits Kursziele von bis zu 400 US-Dollar.

Technische Lage

Für die Aktie kommt dieser Stimmungsumschwung zur rechten Zeit. Nach einem Rückgang von rund 10 Prozent in den letzten 30 Tagen kämpft das Papier darum, die Korrektur zu beenden. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei gut 227 Euro verdeutlicht das vorhandene Aufholpotenzial, sollte die Kombination aus regulatorischer Entlastung und Bestätigung der Inferenz-Nachfrage die Bullen zurück in den Markt locken.

Entscheidend für die nachhaltige Rückkehr in den Aufwärtstrend ist nun die konkrete Ausgestaltung der US-Exportlizenzen. Gelingt der Wiedereinstieg in China tatsächlich und bestätigen sich die Wachstumsraten im Anwendungsbereich der KI, dürfte der jüngste Rücksetzer als Basis für den nächsten Zyklus dienen.

AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 03. März liefert die Antwort:

Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...