AMD Aktie: Warnsignale mehren sich
Die AMD-Aktie präsentiert Anlegern derzeit ein widersprüchliches Bild. Während Analysten nach den jüngsten KI-Ankündigungen auf der CES 2026 weiterhin großes Potenzial sehen, sprechen interne Daten eine andere Sprache. CEO Lisa Su und große institutionelle Investoren trennten sich zuletzt von Anteilen, während operative Kennzahlen auf mögliche Probleme beim Lagerbestand hindeuten. Diese Diskrepanz erhöht den Druck vor den nächsten Quartalszahlen.
Insider und Großinvestoren steigen aus
Ein genauerer Blick auf die Transaktionsdaten offenbart deutliche Kapitalabflüsse wichtiger Akteure. Im Dezember 2025 verkaufte CEO Lisa Su 125.000 Aktien im Wert von rund 27 Millionen US-Dollar. Dies passt in den breiteren Trend: In den letzten 90 Tagen veräußerten Insider Anteile für insgesamt knapp 39,2 Millionen US-Dollar.
Parallel dazu reduzierten institutionelle Anleger ihr Engagement. Parnassus Investments senkte seine Position im dritten Quartal um 26,8 Prozent, und auch Kesler Norman & Wride stießen Aktien ab. Marktbeobachter sehen darin eine Reaktion auf die sportliche Bewertung des Chipherstellers, dessen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) weit über dem Sektorschnitt liegt.
Operative Herausforderungen
Neben den Verkäufen drücken operative Sorgen auf die Stimmung. Die Lagerreichweite (Inventory Days Outstanding) kletterte im dritten Quartal auf 158 Tage – ein deutlicher Anstieg gegenüber 139 Tagen im Vorquartal. Dies deutet darauf hin, dass sich die Ware schneller stapelt als sie verkauft wird, was oft ein Frühindikator für eine abkühlende Nachfrage oder Überproduktion in älteren Segmenten ist.
Zudem belastet die Geopolitik die Bilanz: Eine Abschreibung von 800 Millionen US-Dollar auf für China bestimmte KI-Chips zeigt die finanziellen Folgen der US-Exportbeschränkungen. AMD hat die Umsätze aus dieser Produktlinie mittlerweile aus der Prognose für den chinesischen Markt gestrichen.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz dieser Gegenwinde halten die meisten Experten an ihrer positiven Einschätzung fest. Von 42 Analysten stufen 31 die Aktie als Kauf ein ("Buy" oder "Strong Buy"). Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 277 US-Dollar, was deutlich über dem aktuellen Schlusskurs vom Freitag von 203,17 US-Dollar liegt. Die Hoffnung ruht vor allem auf der neuen Produkt-Roadmap, die AMD auf der CES in Las Vegas präsentierte, um im Wettbewerb mit Marktführer Nvidia Boden gutzumachen.
Die kommenden Wochen dürften entscheidend werden. Am 3. Februar 2026 legt AMD die nächsten Quartalszahlen vor. Angesichts der Insider-Verkäufe und der Lagerbestands-Thematik werden Anleger sehr genau prüfen, ob die KI-Strategie bereits messbare finanzielle Ergebnisse liefert, die den aktuellen Bewertungsaufschlag rechtfertigen.
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