AMD Aktie: Anleger bleiben skeptisch
AMD zündete auf der CES in Las Vegas ein Feuerwerk an Neuankündigungen – von neuen Hochleistungs-Chips bis zu einer vertieften Partnerschaft mit OpenAI. Doch die Börse reagierte unerwartet kühl auf die Offensive von CEO Lisa Su. Statt einer Rallye dominiert Katerstimmung, und die Aktie gab in den letzten Tagen nach. Investoren fragen sich: Kommt der Angriff auf Platzhirsch Nvidia vielleicht zu spät?
"Zeig es mir"-Mentalität dominiert
Trotz prominenter Unterstützung durch OpenAI-Mitgründer Greg Brockman und der Vorstellung der neuen Helios-Plattform blieb der Applaus an den Märkten aus. Die Aktie stand nach dem Event unter Verkaufsdruck und notierte zum Handelsende am Mittwoch bei 210,02 US-Dollar. Marktbeobachter orten eine klare „Zeig es mir“-Haltung bei den Investoren: Bei der aktuellen Bewertung reichen bloße Ankündigungen nicht mehr aus, der Markt verlangt nach sofortigen Ergebnissen.
Das Timing-Problem
Analysten führen die verhaltene Reaktion primär auf zwei Faktoren zurück:
- Der Zeitplan: Die erst für 2027 angekündigten MI500-Chips lassen Nvidia ein gefährlich langes Zeitfenster, um die eigene Dominanz weiter auszubauen. Die Sorge wächst, dass AMD trotz technischer Fortschritte im Rennen um Marktanteile an Boden verliert.
- Sektor-Rotation: Investoren schichten derzeit Kapital um. Konkurrent Intel zog nach eigenen Produkt-News wieder mehr Aufmerksamkeit auf sich und saugte Momentum ab, das AMD nun fehlt.
Hohe Erwartungen, harte Realität
Die Korrektur trifft auf eine hoch bewertete Aktie. Da Nvidia geschätzte 90 Prozent des Marktes für Rechenzentrums-KI kontrolliert, ist AMD der primäre Herausforderer – allerdings mit weitem Abstand. Um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen, muss das Unternehmen beweisen, dass die neuen Produkte wie der Instinct MI455X diese Bastion wirklich brechen können. Solange konkrete Belege für eine schnelle Marktdurchdringung fehlen, nutzen Anleger die Nähe zum 52-Wochen-Hoch für Gewinnmitnahmen.
Technisch rückt nun der Bereich um 185 US-Dollar als wichtige Unterstützung in den Blick, während Analysten mit einem durchschnittlichen Kursziel von 285 US-Dollar langfristig weiterhin Potenzial sehen. Die entscheidende Bewährungsprobe folgt Ende Januar: Bei den anstehenden Quartalszahlen muss AMD konkrete Umsatzprognosen für das KI-Geschäft liefern, um das Ruder herumzureißen.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








