Der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) baut seine Position im globalen KI-Wettlauf konsequent aus. Während neue Partnerschaften mit Riot Platforms und Tata Consultancy Services die notwendige Infrastruktur für künftiges Wachstum sichern, sorgen geopolitische Spannungen für Gegenwind. Investoren wägen derzeit ab: Überwiegen die langfristigen Chancen der massiven Rechenzentrums-Expansion die Risiken neuer US-Exportbeschränkungen?

Strategische Weichenstellung in Texas

Das zentrale Ereignis der vergangenen Handelswoche war die Ankündigung einer langfristigen Zusammenarbeit mit Riot Platforms. AMD sicherte sich einen zehnjährigen Mietvertrag für Rechenzentrumskapazitäten im texanischen Rockdale. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Entwicklung von Hochleistungs-Chips und KI-Beschleunigern durch garantierte Energie- und Raumkapazitäten abzusichern.

Die Vereinbarung sieht zunächst eine Kapazität von 25 Megawatt vor, beinhaltet jedoch Optionen zur Erweiterung auf bis zu 200 Megawatt. Sollten alle Optionen ausgeschöpft werden, könnte das Vertragsvolumen auf rund eine Milliarde US-Dollar ansteigen. Dies unterstreicht AMDs Entschlossenheit, die physische Infrastruktur für seine KI-Ambitionen langfristig zu festigen.

Rückenwind durch Analysten und Partner

Flankiert wird dieser Infrastruktur-Ausbau durch eine strategische Kooperation mit Tata Consultancy Services (TCS). Ziel ist es, gemeinsam KI-Lösungen für Unternehmenskunden zu skalieren und so die Marktdurchdringung der AMD-Hardware zu beschleunigen.

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Diese operative Dynamik deckt sich mit der Einschätzung der Wall Street. Bereits am Dienstag hatte KeyBanc Capital Markets die Einstufung für die AMD-Aktie auf "Overweight" angehoben. Die Analysten begründeten diesen Schritt mit der anhaltend starken Nachfrage aus dem Cloud- und Rechenzentrumssektor. Dass auch der wichtige Fertigungspartner TSMC Rekordinvestitionen für 2026 ankündigte, werten Marktbeobachter als weiteres Indiz für einen robusten Hardware-Zyklus.

Regulatorische Hürden bleiben bestehen

Trotz der positiven Nachrichtenlage sieht sich das Unternehmen mit neuen handelspolitischen Herausforderungen konfrontiert. Berichte bestätigten, dass die US-Regierung einen 25-prozentigen Zoll auf bestimmte Hochleistungs-KI-Chips – darunter der MI325X von AMD – erheben will, sofern diese für den Export in Märkte wie China bestimmt sind. Diese unter nationalen Sicherheitsaspekten getroffene Maßnahme könnte die Umsatzströme in einem der wichtigsten Absatzmärkte der Branche beeinträchtigen.

Dennoch zeigt sich der Kurs bislang unbeeindruckt von den geopolitischen Risiken. Die Aktie beendete die Woche bei 227,92 US-Dollar und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch.

Blick auf die Quartalszahlen

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf den 3. Februar 2026. Bei der anstehenden Veröffentlichung der Quartalsergebnisse wird das Management darlegen müssen, wie sich die KI-Umsätze konkret entwickeln und inwieweit die neuen Exportzölle die Jahresprognose belasten könnten.

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