AMD galt lange als der wichtigste Herausforderer von Nvidia im KI-Rennen, doch nun ziehen dunkle Wolken auf. Berichte über einen möglichen Strategiewechsel beim Großkunden Meta versetzen Anleger in Aufruhr und ließen den Kurs zuletzt deutlich abrutschen. Droht dem Chip-Giganten jetzt der Verlust entscheidender Marktanteile oder ist der jüngste Ausverkauf eine überzogene Panikreaktion?

Gefahr durch Großkunden

Der Hauptgrund für die spürbare Nervosität am Markt sind Berichte über die Rechenzentrums-Strategie von Meta. Der Facebook-Mutterkonzern gehört zu den größten Käufern von KI-Hardware. Sollte Meta, wie befürchtet, weniger auf Standard-Chips von AMD oder Nvidia setzen und stattdessen eigene interne Lösungen oder Partnerschaften mit Konkurrenten bevorzugen, wäre dies ein harter Schlag für die Umsatzprognosen.

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Die Halbleiterindustrie steht vor einem grundsätzlichen Dilemma: "Kaufen oder Bauen?". Cloud-Giganten wie Amazon, Google und Microsoft entwickeln aggressiv eigene Chips, um die Abhängigkeit von externen Zulieferern zu verringern. Die Sorge wächst, dass der adressierbare Gesamtmarkt für AMDs KI-Chips dadurch kleiner ausfällt als ursprünglich erhofft.

Gewinnmitnahmen belasten

Trotz starker Umsatzzahlen im dritten Quartal überwiegt aktuell die Skepsis. Anleger verlangen Beweise, dass AMD gegen die interne Konkurrenz der Tech-Giganten bestehen kann. Hinzu kommt ein klassischer Jahresend-Effekt: Institutionelle Investoren nutzen die Gewinne zur Portfolio-Bereinigung. Da die Aktie seit Jahresanfang (YTD) immer noch rund 60 % im Plus liegt, ist die Verlockung groß, Kasse zu machen.

Kritische Phase

Der Blick auf die jüngste Kursentwicklung verdeutlicht den Ernst der Lage: Allein in den letzten 30 Tagen verlor das Papier über 17 % an Wert. Zwar gab es am "Black Friday" eine leichte Erholung auf rund 188 Euro, doch das Handelsvolumen war feiertagsbedingt dünn. Dies deutet eher auf eine technische Gegenbewegung als auf eine fundamentale Stimmungsänderung hin.

Das Jahr 2025 wird zur absoluten Bewährungsprobe. AMD muss beweisen, dass seine MI300-Serie trotz der Eigenentwicklungen der Cloud-Giganten ein Wachstumstreiber bleibt. Analysten stufen den Titel zwar mehrheitlich noch als "Moderate Buy" ein, doch sollten sich die Hinweise auf einen harten Wettbewerb verdichten, dürften auch die Kursziele schnell ins Wanken geraten.

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