Advanced Micro Devices (AMD) nutzte die große Bühne der CES 2026 für eine umfassende Produktoffensive im KI-Bereich. Doch statt neuer Euphorie dominieren an der Börse aktuell Gewinnmitnahmen und Zurückhaltung. Trotz starker fundamentaler Wachstumszahlen rücken nun die sportliche Bewertung der Aktie und signifikante Aktienverkäufe durch das Top-Management in den Fokus der Anleger.

Neue Chips treffen auf hohe Erwartungen

Der Halbleiterkonzern präsentierte auf der CES unter anderem die neuen Rechenzentrums-Chips MI440X und MI455X sowie die Ryzen AI Embedded Serie für Anwendungen in der Automobilindustrie und Robotik. Dieser strategische Vorstoß soll Marktanteile im boomenden KI-Sektor sichern und den Wettbewerbsdruck auf die Konkurrenz erhöhen.

Dennoch reagierte der Markt verhalten. Die jüngste Kursentwicklung mit einem Wochenminus von gut 5 Prozent deutet darauf hin, dass die hohen Erwartungen der Investoren nicht gänzlich erfüllt wurden. Nach einer beeindruckenden Rallye von über 80 Prozent in den letzten zwölf Monaten nutzen viele Marktteilnehmer die Nachrichtenlage nun für Gewinnmitnahmen.

Bewertung und Insider-Aktivitäten

Ein zentraler Kritikpunkt ist derzeit die Bewertung des Unternehmens. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) um 100 liegt AMD deutlich über dem Branchendurchschnitt. Dies befeuert die Diskussion darüber, ob die zukünftigen Wachstumschancen im aktuellen Kurs von rund 209 USD bereits vollständig eingepreist sind.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?

Zusätzliche Skepsis lösen auffällige Insider-Verkäufe aus. In den vergangenen Monaten haben mehrere hochrangige Führungskräfte Aktienpakete veräußert, darunter:

  • CEO Lisa Su
  • EVP Mark Papermaster
  • EVP Forrest Eugene Norrod

Solche Transaktionen durch das Management können in Kombination mit einer hohen Bewertung kurzfristig als Warnsignal interpretiert werden und das Abwärtsrisiko erhöhen.

Fundamentale Stärke bleibt intakt

Ungeachtet der aktuellen Marktstimmung stimmen die operativen Zahlen. Der letzte Quartalsbericht wies einen Umsatzsprung von 35,6 Prozent auf 9,25 Milliarden USD aus, getrieben durch die starke Nachfrage im Rechenzentrumssegment und bei den MI300-Beschleunigern. Auch der Gewinn je Aktie übertraf die Prognosen der Analysten.

Der Blick richtet sich nun auf die zweite Jahreshälfte 2026. Die geplante Einführung der nächsten Chip-Generation, der MI400-Serie, gilt als entscheidender Katalysator, um die ambitionierte Bewertung zu rechtfertigen und Nvidias Dominanz im KI-Markt weiter herauszufordern.

AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 12. Januar liefert die Antwort:

Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...