AMD startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Nach einem Kursplus von 77 % im Jahr 2025 richtet sich der Blick nun auf den heutigen Auftritt von CEO Lisa Su auf der CES 2026. Analysten an der Wall Street rechnen mit weiteren Kursgewinnen, getragen von der wachsenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur und neuen Produkten.

CES-Keynote als möglicher Katalysator

Der zentrale Impuls für die Aktie in dieser Woche ist die Eröffnungs-Keynote von Lisa Su heute Abend um 18:30 Uhr Ortszeit in Las Vegas. Wedbush stuft die Rede als potenziell richtungsweisend ein und erwartet „signifikante“ technologische Fortschritte bei der Ryzen-Prozessorfamilie.

Su dürfte eine umfassende KI-Strategie skizzieren, die mehrere Bereiche umfasst:

  • Cloud-Infrastruktur
  • Unternehmenslösungen
  • Edge-Computing-Anwendungen
  • Consumer-Geräte und Plattformen

Historisch zeigt die Aktie in Wochen mit großen Produktpräsentationen häufig Stärke. Zudem hat AMD in der Vergangenheit nach wichtigen Produktlaunches wiederholt Hochstufungen durch Analysten erhalten.

Analysten deutlich optimistisch

Derzeit beobachten 36 Analysten die AMD-Aktie, der Konsens lautet „Strong Buy“. Dahinter stehen 28 Kauf- und 8 Halte-Empfehlungen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 283,03 US-Dollar und impliziert auf Zwölfmonatssicht ein Potenzial von rund 32 %. Am Freitag schloss der Titel bei 223,47 US-Dollar, ein Plus von 4,35 % am ersten Handelstag 2026.

TD Cowen zählt AMD zu seinen Top-KI-Werten für 2026 und setzt ein Kursziel von 290 US-Dollar. Die positive Einschätzung basiert auf der Erwartung, dass AMD im Markt für KI-Beschleuniger weiter Marktanteile gegenüber Nvidia gewinnen kann.

Wichtige Kursziele im Überblick:

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  • Cantor Fitzgerald (C.J. Muse): 300 US-Dollar – rund 40 % Aufwärtspotenzial
  • Truist Financial (William Stein): 277 US-Dollar – rund 29,3 % Potenzial
  • Bank of America (Vivek Arya): 260 US-Dollar – rund 21,4 % Potenzial

Truist-Analyst Stein hält Halbleiter für KI-Infrastruktur weiterhin für günstig im Verhältnis zu ihrem erwarteten Wachstum und rechnet mit einem anhaltend hohen Investitionszyklus in 2026. Bank-of-America-Analyst Arya sieht das Jahr 2026 in der Mitte eines acht- bis zehnjährigen IT-Infrastrukturzyklus, der vor allem durch KI-Workloads getrieben wird.

Technisches Bild und Bewertung

Die Aktie hat sich seit den Tiefs im Jahresverlauf 2025 bei etwa 150 US-Dollar deutlich erholt und notiert inzwischen über 220 US-Dollar. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 267,08 US-Dollar, erreicht Ende Oktober 2025, liegt der Kurs rund 19,8 % zurück.

Wichtige Kennzahlen:

  • 52-Wochen-Hoch: 267,08 US-Dollar
  • 52-Wochen-Tief: 76,48 US-Dollar
  • Marktkapitalisierung: 363,8 Mrd. US-Dollar
  • KGV (TTM): 117,62
  • Kurs-Umsatz-Verhältnis: 7,87

Im Vergleich zu Nvidia, das auf ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 22,28 kommt, erscheint AMD damit günstiger bewertet. Für Anleger, die gezielt KI-Engagement suchen und zugleich auf eine niedrigere Multiple setzen, wird der Titel deshalb von Marktteilnehmern teils als Alternative gesehen.

KI-Portfolio als Wachstumstreiber

Die Wachstumserwartungen stützen sich vor allem auf das KI-Produktportfolio. Im Mittelpunkt steht die MI300-Serie von Beschleunigern, die in Rechenzentren zunehmend eingesetzt wird. Zusätzlich rechnen Analysten mit anhaltender Nachfrage nach Ryzen- und EPYC-Prozessoren sowie einer stärkeren Verankerung von AMD-Lösungen in KI-Infrastruktur und Cloud-Plattformen.

Der gesamte Halbleitersektor ist mit einem starken Jahresauftakt in 2026 gestartet und hat damit seine dritte Gewinnserie in Folge fortgesetzt. Dieses Umfeld unterstützt AMD, da Hyperscaler und Unternehmen weiter massiv in zusätzliche KI-Rechenkapazitäten investieren.

Wettbewerb um KI-Chips

Im Markt für KI-Chips zeichnet sich für 2026 ein Dreikampf zwischen Nvidia, AMD und Broadcom ab. Nvidia behauptet zwar seine dominante Stellung, doch AMD punktet mit vergleichsweise niedrigeren Preisen und konkurrenzfähiger Leistung. Das macht den Konzern besonders für große Technologiekonzerne interessant, die ihre Lieferketten breiter aufstellen wollen.

Entscheidend wird, ob AMD auf der CES Ankündigungen macht, die die Leistungslücke zwischen Ryzen-Chips und Nvidias Blackwell- und Rubin-Architekturen weiter verringern. Gelingt dies, könnte sich die Wettbewerbssituation spürbar verschieben und die Einführung von AMD-Lösungen in Unternehmensumgebungen zusätzlich beschleunigen.

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