Nach acht Jahren beendet Amazon seine Kreditkarten-Partnerschaft mit American Express im Geschäftskundenbereich. Stattdessen setzt der E-Commerce-Riese künftig auf U.S. Bank und das Mastercard-Netzwerk. Der Wechsel markiert eine strategische Neuausrichtung, mit der der Konzern sein lukratives B2B-Zahlungsökosystem weiter ausbauen und stärker an seine eigenen KI-Tools binden will.

Neue Konditionen für Geschäftskunden

Im Frühjahr bringt Amazon zwei neue Kreditkarten für kleine und mittlere Unternehmen auf den Markt. Kunden haben die Wahl zwischen der Prime Business Card mit fünf Prozent Rückvergütung auf Amazon-Käufe und einer Standardversion mit drei Prozent für Nicht-Prime-Mitglieder. Beide Varianten kommen ohne Jahresgebühr aus.

Der offizielle Wechsel der bestehenden Portfolios von Amex zur U.S. Bank ist für den 14. August geplant. Für aktuelle Karteninhaber verläuft die Umstellung reibungslos, da sich weder die bestehenden Kreditlimits noch die Zinssätze ändern werden. American Express bestätigte eine Veränderung der Beziehung, betonte aber, dass Amazon ein wichtiger Partner bleibe.

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KI-Integration statt Premium-Fokus

Marktbeobachter werten den Partnertausch als bewusste Abkehr vom Premium-Modell, das American Express traditionell verfolgt. Amazon rückt stattdessen eine hohe Nutzungsfrequenz und die direkte Verknüpfung mit der Beschaffung in den Mittelpunkt. Die neue Karteninfrastruktur soll eine tiefere Integration mit den hauseigenen KI-Einkaufsassistenten wie Rufus ermöglichen.

Das Potenzial für den neuen Ausgabepartner U.S. Bank ist beträchtlich. Rund 1,9 Millionen aktive kleine und mittlere Händler verkaufen derzeit über die US-Plattform von Amazon. Die Sparte Amazon Business generiert mittlerweile einen annualisierten Bruttoumsatz von über 35 Milliarden US-Dollar und festigt die Position des Unternehmens, das etwa 42 Prozent des gesamten US-E-Commerce-Marktes kontrolliert.

Ausblick auf das erste Quartal

Die Neuordnung der B2B-Zahlungsströme ergänzt die Bemühungen des Unternehmens, seine Einnahmequellen abseits des reinen Einzelhandels und des Cloud-Geschäfts zu diversifizieren. An der Börse notiert der Titel aktuell bei 180,84 Euro und verzeichnet damit seit Jahresbeginn ein moderates Minus von 6,46 Prozent.

Für das anstehende erste Quartal 2026 rechnet das Management mit einem Nettoumsatz zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn soll in einer Spanne von 16,5 bis 21,5 Milliarden US-Dollar liegen.

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