Amazon Aktie: 30.000 Jobs weg
Amazon steht vor dem größten Stellenabbau der Unternehmensgeschichte. Ab Dienstag, dem 27. Januar, startet die zweite Entlassungswelle – insgesamt sollen rund 30.000 Stellen in der Konzernzentrale gestrichen werden. CEO Andy Jassy begründet den Kahlschlag mit dem Kampf gegen Bürokratie und zu vielen Managementebenen. Trotz der drastischen Maßnahmen reagierte die Börse positiv: Die Aktie schloss am Freitag mit einem Plus von 2,06 Prozent bei 239,16 Dollar.
Die Details der Umstrukturierung
Die nun anstehenden Entlassungen betreffen 14.000 bis 16.000 weitere Mitarbeiter und folgen auf bereits im Oktober 2025 gestartete Kürzungen. Zusammen entspricht das rund zehn Prozent der etwa 350.000 Beschäftigten in den Konzernzentralen – und übertrifft damit die bisherige Rekordmarke von 27.000 Stellen zwischen 2022 und 2023.
Betroffen sind zentrale Geschäftsbereiche:
- Amazon Web Services (AWS)
- Retail
- Prime Video
- Human Resources (People Experience & Technology)
Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Die 90-tägige Übergangsphase für die erste Entlassungswelle endet am Montag. Nur einen Tag später beginnen die Kündigungsgespräche für die zweite Runde.
Effizienz statt Wachstum um jeden Preis
Jassy macht deutlich, dass es ihm nicht allein um Kostensenkung geht. Ziel sei eine schnellere Entscheidungsfindung und ein Umbau hin zu einer schlankeren, KI-gestützten Organisation. Parallel investiert Amazon zehn Milliarden Dollar in einen neuen Campus in North Carolina – ein Zeichen dafür, dass Kapital nicht abgezogen, sondern umverteilt wird.
Die positive Kursreaktion zeigt: Anleger werten die Maßnahmen als Schritt zu höherer Profitabilität. Dass selbst AWS, bislang weitgehend verschont, nun ebenfalls betroffen ist, unterstreicht die Konsequenz des Vorhabens. Keine Sparte bleibt ausgenommen.
Was folgt
Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, legt Amazon seine Zahlen für das vierte Quartal vor. Analysten erwarten, dass das Management dann erstmals konkrete Aussagen zu den Kosteneinsparungen macht. Die Mehrheit der Experten bleibt optimistisch und sieht die Aktie im Schnitt bei Kurszielen um die 300-Dollar-Marke.
Das größte Risiko liegt in der Umsetzung: Der Abbau von zehn Prozent der Konzernmitarbeiter kann Arbeitsabläufe stören und die Stimmung belasten. Ob Amazon den Spagat zwischen Effizienzgewinn und operativer Stabilität schafft, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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