YouTube hat Netflix in einem zentralen Wettbewerbsfeld überholt. Mit rund 60 Milliarden Dollar Jahresumsatz liegt die Videoplattform deutlich vor dem Streamingdienst, der 45 Milliarden Dollar meldete. Das ist mehr als ein Datenpunkt — es markiert eine Verschiebung in der Unterhaltungsindustrie.

Die Zahlen hinter dem Umsatzvorsprung

Der Großteil von YouTubes Erlösen stammt aus dem Werbegeschäft, das allein 40 Milliarden Dollar beisteuerte. Nielsen-Daten unterstreichen, warum Werbetreibende die Plattform bevorzugen: YouTube kommt auf einen Anteil von 12,5 Prozent an der gesamten US-Fernsehnutzungszeit, Netflix auf 8,8 Prozent. Netflix hingegen plant, 2026 rund 20 Milliarden Dollar in eigene Inhalte zu investieren — ein struktureller Kostennachteil gegenüber einem Modell, das auf nutzergenerierten Inhalten aufbaut.

Fundamental bleibt Alphabet stark aufgestellt. Im vierten Quartal 2025 übertraf das Unternehmen die Erwartungen: Der Gewinn je Aktie lag bei 2,82 Dollar, Analysten hatten 2,57 bis 2,59 Dollar erwartet. Der Gesamtumsatz stieg um 18 Prozent auf 113,83 Milliarden Dollar.

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Institutionelle Investoren: Abgänge und Neuzugänge

Auf Investorenseite zeigt sich ein gemischtes Bild. Mehrere Vermögensverwalter reduzierten im vierten Quartal 2025 ihre Positionen — darunter Professional Advisory Services Inc. mit einem Abbau von 14,2 Prozent und Capital Asset Advisory Services LLC mit 15,9 Prozent.

Gleichzeitig stiegen gewichtige Neuinvestoren ein: Die norwegische Norges Bank investierte rund 21,94 Milliarden Dollar, Berkshire Hathaway eröffnete eine Position im Wert von 4,34 Milliarden Dollar. Die institutionelle Gesamtbeteiligung liegt weiterhin bei über 40 Prozent.

KI-Effizienz und rechtliche Belastungen

Technologisch arbeitet Alphabet an der Kostenseite seiner KI-Infrastruktur. Die neue Technologie „TurboQuant" soll den Speicherbedarf in Rechenzentren um bis zu das Sechsfache reduzieren — relevant angesichts geplanter Investitionsausgaben von 175 bis 185 Milliarden Dollar im Jahr 2026.

Belastet wird die Aktie aktuell durch ein Urteil aus Los Angeles: Eine Jury befand Google in einer Klage wegen Social-Media-Sucht für haftbar und sprach dem Kläger 1,8 Millionen Dollar zu. Alphabet kündigte Berufung an. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 11 Prozent verloren und notiert deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 291,60 Euro. Analysten sehen das Kursziel im Schnitt zwischen 345 und 368 Dollar — ein erheblicher Aufwärtsspielraum gegenüber dem aktuellen Niveau.

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