Alphabet hat in den vergangenen 48 Stunden gleich zwei strategische Meilensteine erreicht. Neben dem Abschluss der teuersten Übernahme der Unternehmensgeschichte baut der Tech-Gigant seine Präsenz im US-Verteidigungsministerium massiv aus. Doch während das operative Geschäft floriert, sorgt eine geplante Verdopplung der Investitionsausgaben bei Anlegern für intensiven Diskussionsstoff.

Die Milliarden-Übernahme von Wiz

Für 32 Milliarden US-Dollar in bar hat Google die Übernahme der Cloud- und KI-Sicherheitsplattform Wiz offiziell unter Dach und Fach gebracht. Es ist der mit Abstand größte Zukauf in der Historie des Konzerns. Wiz wird in Google Cloud integriert, behält aber seine eigene Marke und wird weiterhin mit konkurrierenden Plattformen wie AWS oder Azure zusammenarbeiten. Damit sichert sich Alphabet eine dominierende Position in einem Markt, in dem Cyberbedrohungen für Unternehmen immer komplexer werden und plattformübergreifende Sicherheitslösungen gefragt sind.

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KI-Expansion im Pentagon

Parallel zur Stärkung der Cloud-Sicherheit weitet Alphabet seinen Einfluss im Regierungssektor aus. Zivile und militärische Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums können nun über das interne Portal GenAI.mil maßgeschneiderte KI-Agenten auf Basis von Google-Technologie erstellen. Da der Konkurrent Anthropic kürzlich von der US-Regierung als Lieferkettenrisiko eingestuft wurde, positionieren sich Google und OpenAI als die verbleibenden Hauptakteure für künftige KI-Projekte des Pentagons. Aktuell laufen bereits Gespräche, die Google-Systeme auch für streng geheime Netzwerke zuzulassen.

Starke Zahlen treffen auf hohe Kosten

Fundamentell ist der Konzern hervorragend aufgestellt: Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz von Google Cloud im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 17,7 Milliarden US-Dollar. Auch der Auftragsbestand wuchs rasant auf 240 Milliarden US-Dollar an. Dennoch blicken Investoren genau auf die Ausgabenseite, denn Alphabet plant für das Jahr 2026 Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar – eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

Rechnet sich dieser enorme finanzielle Kraftakt? Die Antwort darauf hängt maßgeblich davon ab, ob das künftige Umsatzwachstum mit diesen rasant steigenden Infrastrukturkosten Schritt halten kann, ohne die Gewinnmargen zu belasten. Vor diesem Hintergrund notierte das Papier gestern bei 266,60 Euro und konsolidiert damit leicht unterhalb der 50-Tage-Linie, nachdem es auf Sicht von zwölf Monaten bereits um starke 74 Prozent zulegen konnte.

Die anstehenden Quartalszahlen Ende April 2026 werden den nächsten wichtigen Impuls für die Bewertung liefern. Dann muss das Management belegen, dass sich die rasante Integration von Wiz und die neuen Regierungsaufträge bereits in einer beschleunigten Umsatzdynamik niederschlagen, um die massiv gestiegenen Ausgaben für den KI-Ausbau zu rechtfertigen.

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