Alphabet erlebt an der Börse eine Ausnahmesituation. Auslöser ist nicht das klassische Werbegeschäft, sondern der rasante Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz. Vor allem eine strategische Partnerschaft und starke Zahlen haben die Bewertung auf ein neues Niveau gehoben – inklusive Marktkapitalisierung von über 4 Billionen US‑Dollar im Januar 2026.

Apple-Deal macht Gemini zum Türöffner

Im Zentrum der Neubewertung steht Alphabets KI-Modell Gemini. Laut jüngsten Marktberichten gewinnt Gemini spürbar an Boden und nimmt Wettbewerbern wie ChatGPT Marktanteile ab.

Der entscheidende Katalysator: Apple will Gemini-Modelle in den Sprachassistenten Siri integrieren. Damit erhält Alphabets KI-Technologie potenziell direkten Zugang zu mehr als zwei Milliarden aktiven Apple-Geräten – ein Hebel, der die Marktposition deutlich stärkt.

Die Börse reagierte prompt. Die Aktie kletterte in der Folge auf ein neues Rekordniveau knapp über 330 US‑Dollar und liegt damit nur rund 2 % unter dem frischen 52‑Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich das Plus auf gut 76 %, in den vergangenen 30 Tagen allein auf rund 31 % – ein klarer Ausdruck der hohen Erwartungen an das KI-Geschäft.

Fundament unter der KI-Fantasie

Der Kursanstieg wird von einer starken operativen Entwicklung begleitet. Die wichtigsten Eckpunkte des jüngsten Quartals:

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  • Umsatz: 102,35 Milliarden US‑Dollar, über den Konsensschätzungen der Analysten
  • Google Cloud: Umsatzwachstum von 34 % im Jahresvergleich
  • Profitabilität: Nettomarge von 32,23 % und Eigenkapitalrendite von 35,00 %

Damit zeigt Alphabet, dass die KI-Story nicht losgelöst von der Bilanz erzählt wird. Vor allem Google Cloud profitiert von der steigenden Nachfrage nach Rechenleistung und KI-Diensten und wird zunehmend zu einem zweiten Wachstumstreiber neben dem Werbegeschäft.

Parallel dazu haben zahlreiche Investmentbanken ihre Kursziele für die Aktie nach oben angepasst. Begründet wird dies vor allem mit der gestärkten Wettbewerbsposition von Gemini und der Aussicht, dass Alphabet sich als technologische Basis für andere Tech-Konzerne etabliert – der Apple-Deal gilt hier als Blaupause.

Charttechnisch unterstreichen die Daten den etablierten Aufwärtstrend: Der Schlusskurs von 330 US‑Dollar liegt deutlich über dem 50‑Tage-Durchschnitt von 290 US‑Dollar und dem 200‑Tage-Durchschnitt von 208 US‑Dollar. Ein RSI von knapp 60 signalisiert dabei eine kräftige, aber noch nicht extrem überhitzte Marktphase.

Risiken: Regulierung und Insiderverkäufe

Trotz der positiven Dynamik bleiben Risiken sichtbar. Auf der regulatorischen Seite stehen weiter kartellrechtliche Verfahren rund um Googles Dominanz in der Online-Suche im Raum. Alphabet hat jüngst beantragt, die Umsetzung bestimmter Auflagen zur Datenteilung während eines Berufungsverfahrens zu verschieben. Marktbeobachter sehen darin ein Zeichen, dass der Konzern den regulatorischen Druck ernst nimmt und rechtlich ausreizt, was möglich ist.

Hinzu kommen Meldungen über Insiderverkäufe in den vergangenen 90 Tagen. Solche Transaktionen sind bei stark gelaufenen Technologiewerten zwar nicht ungewöhnlich, werden aber in der aktuellen Hochphase besonders genau registriert, weil sie kurzfristig als Gegenpol zum sehr optimistischen Sentiment wirken können.

Fazit: Klare KI-Story, aber Gegenwind bleibt Thema

Unterm Strich stützt eine Kombination aus starkem operativem Geschäft, wachsendem KI-Marktanteil von Gemini und der Integration in Apples Siri die aktuelle Rally der Alphabet-Aktie. Der Aufwärtstrend ist technisch klar intakt, fundamental durch hohe Profitabilität und Cloud-Wachstum unterlegt und wird von angehobenen Kurszielen begleitet. Gleichzeitig bleiben rechtliche Verfahren und Insiderverkäufe als mögliche Bremsfaktoren bestehen – sie dürften in den kommenden Monaten mit darüber entscheiden, ob Alphabet das aktuelle Bewertungsniveau halten oder weiter ausbauen kann.

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