BlackRock startet heute seinen ersten Ethereum-ETF mit integriertem Staking – ein Produkt, das institutionellen und privaten Anlegern erstmals regulierten Zugang zur Staking-Rendite des Netzwerks bietet. Gleichzeitig liefert die Entwickler-Community einen technischen Fortschritt, der die Skalierbarkeit von Ethereum grundlegend verändern könnte.

BlackRocks ETHB: Mehr als ein weiterer Krypto-ETF

Der iShares Staked Ethereum Trust ETF (ETHB) hat heute seinen Handelsstart an der Nasdaq. Das Besondere: Der Fonds hält nicht nur Ether, sondern stakt 70 bis 95 Prozent seiner Bestände über Coinbase – und gibt 82 Prozent der daraus entstehenden Erträge direkt an die Anteilseigner weiter. Die restlichen 18 Prozent verbleiben als Gebühr bei BlackRock und Coinbase. Auf Basis der Anfang 2026 gemessenen Staking-Raten entspricht das einer annualisierten Rendite von rund 3 Prozent.

Die Gebührenstruktur ist wettbewerbsfähig: 0,25 Prozent Jahresgebühr, für die ersten 2,5 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen vorübergehend auf 0,12 Prozent reduziert. Zusätzlich schüttet der Fonds monatlich eine Dividende aus – ein passives Einkommenselement, das in dieser Anlageklasse neu ist.

Um tägliche Rückgaben trotz der mehrtägigen Entsperrfristen im Ethereum-Netzwerk zu gewährleisten, hält der Fonds stets 5 bis 30 Prozent seiner ETH-Bestände unstaked als Liquiditätspuffer.

Regulatorischer Rückenwind und technische Ambitionen

ETHB ist BlackRocks dritter Krypto-ETF und der erste mit Staking-Funktion. Das Unternehmen verwaltet bereits über 55 Milliarden US-Dollar im iShares Bitcoin Trust (IBIT) und rund 11 Milliarden im nicht-stakenden Ethereum-ETF ETHA – und kontrollierte 2025 rund 95 Prozent aller Zuflüsse in digitale Asset-ETPs weltweit. Grayscale hatte bereits im Oktober 2025 als erster US-Anbieter Staking in seine Ethereum-Produkte integriert, blieb jedoch mit kombinierten Zuflüssen unter 5 Milliarden US-Dollar deutlich hinter BlackRocks Marktgewicht zurück.

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Möglich wurde ETHB durch den regulatorischen Kurswechsel unter SEC-Chef Paul Atkins, der die restriktive Haltung der Vorgänger-Administration umkehrte. Der GENIUS Act und der CLARITY Act schufen zudem einen bundesweiten Rahmen für Stablecoins und klärten die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC.

Auf technischer Seite präsentierten Ethereum-Forscher diese Woche einen frühen Prototyp für sogenannte „Native Rollups" (EIP-8079). Das Konzept erlaubt Layer-2-Netzwerken, Ethereum-Blöcke direkt auf der Basisschicht zu validieren – ohne Zero-Knowledge-Beweise oder Fraud Proofs. Entwickler sehen darin eine Vereinfachung der langfristigen Wartung von Layer-2-Lösungen, betonen aber, dass sich das Projekt noch im Forschungsstadium befindet.

Ausblick: Upgrades und Marktposition

Ethereum selbst hat seit dem lokalen Tief von rund 1.912 US-Dollar am 9. März eine Erholung von knapp 5 Prozent verzeichnet. Der vorangegangene Kursrückgang war makrogetrieben – ausgelöst durch Zollankündigungen der Trump-Administration und breit angelegten Risikoabbau an den Märkten, nicht durch fundamentale Schwäche des Netzwerks.

Für das zweite Halbjahr 2026 steht mit dem Hegotá-Upgrade der nächste große Entwicklungsschritt an, der Datenschutz, Zensurresistenz und potenziell Verkle Trees adressiert. Zuvor soll im ersten Halbjahr das Glamsterdam-Upgrade die parallele Ausführung von Transaktionen ermöglichen und das Gas-Limit auf über 100 Millionen anheben. Ethereum entwickelt sich damit schrittweise zur zentralen Abrechnungsinfrastruktur für Stablecoins, tokenisierte Vermögenswerte und dezentrale Finanzanwendungen – Bereiche, in denen das Netzwerk derzeit rund 60 Prozent der Marktaktivität auf sich vereint.

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