Der Versicherungsgigant meldet operative Rekordzahlen, doch für die Belegschaft gibt es keinen Grund zum Feiern. Während die Gewinne sprudeln, kündigt der Konzern einen massiven Stellenabbau an – tausende Jobs sollen künstlicher Intelligenz weichen. Ist diese radikale Effizienzmaßnahme der finale Treibstoff für eine weitere Kursexplosion oder ein Spiel mit dem Feuer?

Chatbot "Eric" übernimmt das Ruder

Das Management greift bei der Konzerntochter Allianz Partners hart durch. Medienberichten zufolge fallen in den kommenden 12 bis 18 Monaten weltweit zwischen 1.500 und 1.800 Arbeitsplätze weg. Der Grund ist so simpel wie brutal: Die fortschreitende Automatisierung.

KI-gestützte Systeme, allen voran der Chatbot "Eric", sollen künftig Aufgaben im Kundenservice übernehmen, die bisher von Menschen erledigt wurden. Besonders Callcenter und die Schadensbearbeitung stehen im Fadenkreuz dieser Modernisierung. Für Investoren ist die Botschaft eindeutig: Der Konzern forciert die Margenoptimierung und setzt kompromisslos auf technologische Skalierung, ungeachtet der harten Einschnitte für die Mitarbeiter.

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Gewinnziele schießen nach oben

Fundamental betrachtet könnte der Zeitpunkt für diesen Umbau kaum besser gewählt sein. Die Bücher sind voll, das Geschäft brummt. Nach einem starken dritten Quartal hat die Führungsetage die Prognosen deutlich angehoben. Was bedeutet das konkret für die Bilanz?

  • Operativer Gewinn: Das Ziel für 2025 liegt nun bei mindestens 17 Milliarden Euro (zuvor: 16 Mrd. Euro +/- 1 Mrd.).
  • Starke 9 Monate: Bereits in den ersten drei Quartalen kletterte das operative Ergebnis auf 13,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 11,8 Mrd.).
  • Treiber: Besonders die Segmente Schaden-Unfall und Lebensversicherung sorgen für robustes internes Umsatzwachstum.

Berenberg sieht massives Potenzial

Diese Mischung aus eiserner Kostendisziplin und operativem Wachstum begeistert die Analysten. Die Privatbank Berenberg bestätigte jüngst ihre Kaufempfehlung und ruft ein ambitioniertes Kursziel von 431 Euro aus. Sollte dieses Szenario eintreten, winkt Anlegern vom aktuellen Niveau aus noch deutliches Aufwärtspotenzial.

Der Markt honoriert die Strategie bereits: Die Aktie verabschiedete sich am Freitag mit einem Schlusskurs von 372,00 Euro ins Wochenende. Damit notiert das Papier in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 377,60 Euro. Die Performance spricht eine klare Sprache: Seit Jahresanfang (YTD) steht ein sattes Plus von 25,46 Prozent zu Buche.

Solange die psychologisch wichtige Marke um 370 Euro hält, bleibt das charttechnische Bild extrem bullisch. Die Allianz beweist eindrucksvoll, dass sie bereit ist, ihr Geschäftsmodell radikal zu modernisieren – und der Aktienkurs folgt dieser Logik konsequent.

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