Die Allianz Aktie startet schwächer in die Woche, doch aus Analystensicht bleibt das Bild klar positiv. Berenberg traut dem Versicherer zu, seine eigenen Ziele 2026 zu übertreffen und hält an einem deutlich höheren Kursziel fest. Gleichzeitig sorgt ein Milliarden-Deal in Asien für zusätzlichen Rückenwind in der Bilanz. Wie passt das zur aktuellen Kursschwäche?

Berenberg setzt auf überdurchschnittliches Gewinnwachstum

Berenberg bestätigt seine Einstufung für die Allianz mit „Buy“ und belässt das Kursziel bei 431 Euro. Ausgehend von Kursen um 364 Euro ergibt sich damit ein zweistelliges Aufwärtspotenzial von mehr als 18 Prozent.

Im Zentrum der positiven Einschätzung steht die Erwartung, dass die Allianz ihre eigenen Ziele für 2026 übertreffen kann. Berenberg kalkuliert mit einem operativen Gewinn von rund 18,5 Milliarden Euro.

Als wichtigste Treiber nennen die Analysten:
- ein starkes Momentum in der Sach- und Unfallversicherung
- strategische Investitionen in künstliche Intelligenz, die zunehmend ergebniswirksam werden

Mittel- bis langfristig erwarten die Experten ab 2027 eine nachhaltige Eigenkapitalrendite (ROE) von über 16 Prozent. Ein solcher Profitabilitätssprung könnte aus ihrer Sicht eine höhere Bewertung rechtfertigen und das Kurs-Buchwert-Verhältnis auf über 2,0 anheben.

Milliarden-Zufluss aus Asien stärkt Bilanz

Zusätzliche Dynamik erhält die Ertragslage durch den abgeschlossenen Verkauf des Allianz-Anteils am Joint Venture mit Bajaj in Asien. Der Schritt wirkt sich bereits im ersten Quartal 2026 deutlich in der IFRS-Rechnung aus.

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Die Eckpunkte des Deals:
- Verkaufserlös von rund 2,6 Milliarden Euro
- IFRS-Buchgewinn von etwa 1,1 Milliarden Euro im ersten Quartal 2026

Dieser Sonderertrag erweitert den finanziellen Spielraum des Konzerns, etwa für Aktienrückkäufe oder weitere Investitionen. Für Berenberg unterstreicht der Deal, dass die bisher kommunizierten Gewinnziele eher vorsichtig formuliert sein könnten.

Dividendenblick auf Ende Februar

Für dividendenorientierte Anleger rückt der 26. Februar in den Vordergrund. Auf der Bilanzpressekonferenz will der Vorstand den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2025 vorlegen.

Marktschätzungen liegen derzeit im Bereich von 17,20 Euro je Aktie, eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Am selben Tag will der Konzern auch die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr vorlegen. Diese Daten gelten als wichtiger Prüfstein für die optimistischen Prognosen.

Wesentliche Kennziffern im Überblick:

  • Aktueller Kurs: ca. 364,45 Euro
  • Kursziel Berenberg: 431,00 Euro (Rating: Buy)
  • Kursziel Goldman Sachs: 404,00 Euro (Rating: Neutral)
  • Erwarteter operativer Gewinn 2026: rund 18,5 Mrd. Euro
  • Sonderertrag Q1 2026 aus Bajaj-Verkauf: etwa 1,1 Mrd. Euro
  • Nächster Termin: Q4-Zahlen und Dividendenvorschlag am 26. Februar 2026

Charttechnik: 200-Tage-Linie im Fokus

Charttechnisch bleibt das Bild kurzfristig angeschlagen. Auf Wochensicht hat die Aktie gut 4 Prozent verloren, der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt knapp 20 Prozent. Im frühen Handel pendelt der Kurs um 364,45 Euro und damit nicht weit über der 200-Tage-Linie (SMA 200) bei etwa 358 Euro.

Diese Zone fungiert aktuell als zentrale Unterstützung. Hält sie, könnten die starken Fundamentaldaten und der positive Newsflow eine technische Erholung begünstigen. Ein klarer Bruch nach unten würde hingegen das Risiko weiterer Abgaben erhöhen.

Fazit: Starke Fundamentaldaten, wichtiger Test im Februar

Unterm Strich prallen bei der Allianz aktuell kurzfristige Kursschwäche und robuste Fundamentaldaten aufeinander. Berenberg rechnet mit einem operativen Rekordgewinn 2026, der milliardenschwere Verkauf in Asien stärkt zusätzlich die Bilanz, und die mittelfristigen Renditeziele deuten auf weiteres Bewertungspotenzial hin. Entscheidend wird nun der 26. Februar: Mit den Q4-Zahlen und dem Dividendenvorschlag liefert der Konzern die Grundlage, um den aktuellen Analystenoptimismus zu bestätigen oder zu relativieren.

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