Die Allianz-Aktie stellt die Geduld ihrer Anleger derzeit auf eine harte Probe. Nach deutlichen Verlusten im vergangenen Monat hat der Versicherungskonzern nun ein technisches Warnsignal ausgelöst, das die mittelfristigen Aussichten eintrübt. Während operative Anpassungen im Hintergrund laufen, richtet sich der Blick des Marktes jetzt auf die letzte verbliebene Bastion des Aufwärtstrends.

Die Lage im Überblick:
* Warnsignal: Der Kurs ist unter die 100-Tage-Linie gefallen.
* Abwärtsdruck: Auf Monatssicht verlor das Papier über 20 %.
* Entscheidung: Die 200-Tage-Linie liegt in unmittelbarer Schlagdistanz.
* Analysten: Uneinigkeit über die weitere Richtung, aber Kursziele liegen über dem aktuellen Niveau.

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Charttechnik schlägt Alarm

Der Wochenausklang bestätigte die jüngste Schwächephase eindrucksvoll. Mit einem Rückgang von 1,65 Prozent auf 363,90 Euro rutschte die Aktie am Freitag unter den gleitenden 100-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 371,41 Euro verläuft. Dieser Bruch markiert technisch den Übergang in einen kurz- bis mittelfristigen Abwärtstrend und spiegelt die Verunsicherung der Marktteilnehmer wider.

Noch brisanter ist jedoch die Nähe zur 200-Tage-Linie. Dieser Indikator, der oft über den langfristigen Trend entscheidet, notiert bei 361,90 Euro. Dem Kurs bleiben somit nur noch zwei Euro Puffer, bevor auch diese wichtige Unterstützung fällt. Ein Unterschreiten dieser Marke könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen und das Chartbild nachhaltig beschädigen.

Operative News verpuffen

Während der Aktienkurs unter den Hammer kommt, treibt das Management die strukturelle Bereinigung voran. Zum Jahresbeginn wurde in Italien die Tochtergesellschaft Allianz Next S.p.A. auf die Muttergesellschaft Allianz S.p.A. verschmolzen. Diese Maßnahme soll die internen Abläufe im europäischen Markt straffen.

An der Börse finden solche Effizienzmaßnahmen derzeit jedoch kaum Beachtung. Die operative Optimierung wird von der charttechnischen Dynamik und der allgemeinen Marktskepsis überlagert. Das Momentum der Aktie ist mit einem RSI von 37,3 angeschlagen, was auf eine fast überverkaufte Situation hindeutet, ohne bisher eine Gegenbewegung einzuleiten.

Profis uneins über Potenzial

Die Bewertung der Situation fällt unter Experten unterschiedlich aus, auch wenn die Kursziele durchweg über dem aktuellen Niveau liegen. Die Privatbank Berenberg sieht mit einem Kursziel von 431 Euro und einer "Buy"-Empfehlung weiterhin deutliches Aufwärtspotenzial.

Vorsichtiger agiert Goldman Sachs. Die US-Investmentbank hob ihr Kursziel zwar leicht auf 404 Euro an, beließ die Einstufung jedoch auf "Neutral". Diese Diskrepanz zeigt, dass selbst unter den Analysten Unsicherheit darüber herrscht, wie schnell sich der Titel von den jüngsten Rückschlägen erholen kann.

Für die kommende Handelswoche liegt der Fokus klar auf der Marke von 361,90 Euro. Gelingt es den Käufern nicht, die 200-Tage-Linie zu verteidigen, droht eine Ausweitung der Korrektur. Hält die Unterstützung hingegen, könnte dies die Basis für eine technische Stabilisierung bilden.

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