Die Allianz-Aktie steht im Januar unter Druck und ringt um die Marke von 380 Euro. Während Berenberg weiter optimistisch bleibt und auf Ertragskraft setzt, zeigt sich Goldman Sachs neutral – die Rallye des Vorjahres hat ihren Preis. Dazu kommen operative Meldungen: eine BaFin-Bekanntmachung zur Konzernstruktur und ein Investment in einen französischen Offshore-Windpark.

Die wichtigsten Fakten:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Allianz?

  • Berenberg bekräftigt "Buy" mit Kursziel 431 Euro
  • Goldman Sachs bleibt bei "Neutral" – Chancen-Risiko-Verhältnis ausgeglichen
  • BaFin bestätigt Verschmelzung der Allianz Next S.p.A. auf italienische Muttergesellschaft
  • Allianz investiert in Offshore-Windpark vor französischer Küste

Analysten uneins über weiteres Potenzial

Berenberg sieht die aktuelle Schwäche als Kaufgelegenheit. Die Analysten verweisen auf die operative Stärke im Kerngeschäft und die attraktive Dividendenrendite. Das Kursziel von 431 Euro signalisiert ein Aufwärtspotenzial von rund 18 Prozent.

Goldman Sachs hingegen mahnt zur Vorsicht. Nach dem kräftigen Kursplus von über 30 Prozent im Jahr 2025 fehle es nun an kurzfristigen Kurstreibern. Die US-Investmentbank beobachtet zudem eine nachlassende Dynamik im europäischen Versicherungssektor insgesamt.

Strukturbereinigung und ESG-Ausbau

Die BaFin-Meldung betrifft eine interne Verschmelzung: Die Allianz Next S.p.A. wurde auf die italienische Muttergesellschaft Allianz S.p.A. übertragen, der deutsche Geschäftsbetrieb im Dienstleistungsverkehr eingestellt. Solche Schritte dienen der Effizienzsteigerung im europäischen Geschäft.

Parallel baut der Konzern sein Portfolio im Bereich Erneuerbare Energien aus. Das Investment in den Offshore-Windpark bei den Îles d'Yeu und Noirmoutier passt zur Strategie von Allianz Capital Partners, verstärkt auf nachhaltige Infrastrukturprojekte mit stabilen Cashflows zu setzen.

Charttechnische Perspektive

Die Aktie notiert aktuell knapp unter der 50-Tage-Linie, die als Indikator für den mittelfristigen Trend gilt. Der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt jedoch intakt – der 200-Tage-Durchschnitt verläuft deutlich tiefer. Marktbeobachter werten die Bewegung als gesunde Korrektur nach dem starken Vorjahr.

Branchenweit werden Versicherer zu Jahresbeginn genau beobachtet. Die Ergebnisse der Januar-Erneuerungsrunde prägen die Margenerwartungen für 2026. Die Allianz gilt dank ihres diversifizierten Geschäftsmodells als robust, kann sich der allgemeinen Sektorstimmung aber nicht vollständig entziehen.

Die Verteidigung der Marke von 380 Euro dürfte in den kommenden Tagen entscheidend sein. Ein Rückeroberung der 50-Tage-Linie könnte neues Momentum entfachen, während ein Unterschreiten den Weg in Richtung 360 Euro öffnen würde. Im Februar folgen die vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 – sie werden Aufschluss über die Dividendenhöhe geben.

Allianz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Allianz-Analyse vom 24. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Allianz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Allianz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Allianz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...