Alibaba hat den Schritt vom Pilotprojekt zur Massenbereitstellung vollzogen. Auf Taobao und Tmall laufen autonome KI-Agenten jetzt im Live-Betrieb für Millionen von Händlern — keine Assistenzfunktion, sondern das, was Alibaba selbst als „digitale Mitarbeiter" bezeichnet.

Was hinter dem Rollout steckt

Der Kern des Projekts: Die KI-Agenten sollen eigenständig Aufgaben übernehmen, die bisher Menschen erledigt haben. Produktpräsentation, Kundenkommunikation, Bestellabwicklung — alles innerhalb eines einzigen Interfaces, ohne externe Schnittstellen. Das funktioniert, weil Alibaba die gesamte Infrastruktur selbst kontrolliert: Taobao, Tmall, Alipay und Alibaba Cloud sind als modulare Bausteine im System integriert.

Flankiert wird der Händler-Rollout durch eine interne Umstrukturierung. Am 16. März bündelte Alibaba sein Tongyi-Labor, die Qwen-KI-Einheit und die neue Wukong-Plattform im neu gegründeten Alibaba Token Hub — direkt unter CEO Eddie Wu. Wukong richtet sich an Unternehmenskunden und ermöglicht die Steuerung mehrerer Agenten über eine einzige Oberfläche. Aktuell läuft die Plattform noch im Einladungsmodus.

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International geht Alibaba mit Accio Work in die Offensive: Das Tool soll kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen, komplexe Geschäftsprozesse autonom durch KI-Agenten abwickeln zu lassen. DingTalk mit seinen über 20 Millionen Unternehmensnutzern dient dabei als zentraler Integrationspunkt — geplant ist auch die Anbindung an Slack, Microsoft Teams und WeChat.

Hardware: Weg von Nvidia

Parallel zur Software-Offensive verändert Alibaba seine Chip-Strategie. Laut mit der Sache vertrauten Personen verliefen Tests mit Huaweis neuem KI-Chip vielversprechend. Alibaba plant demnach, Bestellungen aufzugeben — ebenso wie ByteDance. Entscheidend für das wachsende Interesse: verbesserte Kompatibilität mit Entwickler-Ökosystemen, die bisher von Nvidia dominiert wurden. Der Huawei-Chip ist auf Inferenz-Workloads ausgelegt, also auf den Einsatz bereits trainierter Modelle im laufenden Betrieb. Die US-Exportbeschränkungen für Nvidia-Chips nach China haben diesen Prozess beschleunigt.

Kursentwicklung und Analystenbild

Die Aktie steht seit Jahresbeginn unter Druck und hat rund 20 Prozent ihres Wertes eingebüßt — belastet durch Wettbewerbssorgen und die Frage, ob der KI-Fortschritt die Schwächen in anderen Geschäftsbereichen ausgleichen kann. Von 25 Analysten, die den Titel abdecken, votieren 19 mit „Strong Buy", fünf mit „Hold". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 186,50 US-Dollar — ein impliziertes Aufwärtspotenzial von rund 49 Prozent.

Der Taobao-Tmall-Rollout liefert nun einen konkreten operativen Maßstab: In den kommenden Quartalen wird sich zeigen, ob die Agenten-Technologie die Händlerplattformen tatsächlich effizienter macht — und ob das in den Zahlen sichtbar wird.

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