Alibaba hat einen turbulenten Start ins Jahr 2026 hinter sich. Neue Regulierungen aus Peking und eine Abstufung durch Analysten sorgten für erhebliche Verunsicherung bei den Anlegern. Während der Tech-Riese massiv in Künstliche Intelligenz investiert, rücken die steigenden Kosten und der Wettbewerbsdruck wieder stärker in den Fokus.

Peking zieht die Zügel an

Verantwortlich für die jüngste Unruhe sind primär neue Richtlinien der chinesischen Marktregulierungsbehörde. Am Mittwoch wurden umfassende Regeln vorgestellt, die großen Plattformen untersagen, Online-Händler zu bestimmten Werbeaktionen zu zwingen. Diese Maßnahmen, die im Februar 2026 in Kraft treten, zielen darauf ab, den Wettbewerb im E-Commerce-Sektor abzukühlen.

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Marktbeobachter sprechen bereits von einem "Reset", da Peking zwar technologische Führung im KI-Bereich fordert, aber "irrationalen Wettbewerb" im Konsumsektor unterbinden will. Für Alibaba bedeutet dies, dass aggressive Taktiken zur Marktanteilssicherung schwieriger werden, was den Druck auf die Margen im Kerngeschäft erhöhen könnte.

Analysten werden vorsichtiger

Zusätzlichen Gegenwind erhielt die Aktie durch eine Herabstufung von Freedom Capital Markets. Analyst Roman Lukianchikov senkte sein Votum von "Buy" auf "Hold" und reduzierte das Kursziel. Trotz starker Quartalsergebnisse sieht der Experte vor allem die steigenden Ausgaben kritisch.

Zwar wuchs der Umsatz im Cloud-Bereich dank der Nachfrage nach KI-Diensten um rund 34 Prozent, doch die Kosten, um dieses Wachstum zu finanzieren, steigen ebenfalls. Lukianchikov betonte, dass die Sichtbarkeit, wann sich diese massiven Investitionen auszahlen, noch unklar sei. Gleichzeitig wächst das klassische Handelsgeschäft langsamer als bei der Konkurrenz.

Hoffnungsträger KI und Halbleiter

Trotz der negativen Woche auf Sicht von sieben Tagen (-16,91 Prozent) gab es am Donnerstag einen Lichtblick. Berichte, wonach chinesische Behörden den Import bestimmter fortschrittlicher Halbleiter genehmigen könnten, sorgten zeitweise für Erleichterung. Dies würde Alibabas Ambitionen im Bereich Cloud und Künstliche Intelligenz direkt unterstützen.

Die Cloud Intelligence Group des Konzerns hält bereits einen Marktanteil von knapp 36 Prozent in Chinas KI-Cloud-Markt. Die eigenen "Qwen"-KI-Modelle verzeichnen weltweit über 600 Millionen Downloads. Analysten sehen hier weiterhin den zentralen Wachstumstreiber, auch wenn der Weg dorthin kapitalintensiv bleibt.

Die aktuelle Marktstimmung spiegelt sich deutlich im Kurs wider:
* Aktueller Kurs: 129,40 €
* Wochenveränderung: -16,91%
* Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -19,93%

Blick auf die kommenden Wochen

Für Anleger stehen nun entscheidende Termine an. Im Februar treten nicht nur die neuen Regulierungen in Kraft, sondern Alibaba wird am 19. Februar 2026 auch seine Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Marktteilnehmer werden dann besonders darauf achten, ob die Cloud-Umsätze die hohen Investitionskosten rechtfertigen können und wie das Management den Spagat zwischen staatlicher Regulierung und technologischer Expansion meistert.

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