Alibaba Aktie: Beeindruckender Start!
Alibaba schiebt seine Wachstumsstory in eine neue Phase: Ein geplanter Börsengang der Chip-Sparte T-Head und der Zugang zu Nvidias neuesten KI-Prozessoren rücken das Thema Wertfreisetzung und Technologievorsprung in den Mittelpunkt. Gleichzeitig nutzen erste Großanleger die vorangegangene Rally für Umschichtungen. Entscheidend wird nun, ob Alibaba die hohen Erwartungen an KI und Halbleiter mittelfristig in harte Zahlen übersetzen kann.
T-Head-IPO: Verborgene Werte im Konglomerat
Der wichtigste Treiber der jüngsten Kursbewegungen ist die Bestätigung der IPO-Pläne für die Halbleiter-Tochter T-Head. Alibaba bereitet eine Umstrukturierung vor, die auch ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm vor dem Börsengang umfasst – ein Hinweis darauf, dass der Konzern diese Sparte klarer herausstellen und eigenständig am Kapitalmarkt positionieren will.
Analysten, unter anderem von JPMorgan, sehen die mögliche Bewertung von T-Head in einer sehr breiten Spanne von 25 bis 62 Milliarden US-Dollar. Genau diese Spannweite unterstreicht zwei Punkte:
- die Unsicherheit über künftige Ertragskraft und Marktposition
- das erhebliche Potenzial in einer Sum-of-the-parts-Betrachtung von Alibaba
Hintergrund: Im aktuellen Konglomeratsabschlag dürften Teile des Halbleitergeschäfts im Mutterkonzern wenig sichtbar sein. Ein separates Listing könnte diesen „versteckten“ Wert heben – auch wenn T-Head weiterhin stark von Alibaba abhängen wird, was als wesentliches Risiko genannt wird. Der Zeitplan ist langfristig: Der Börsengang wird auf mehr als zwölf Monate hinausgeschoben, kurzfristige Effekte sollten Anleger daher nicht erwarten.
Nvidia-H200-Freigabe stärkt KI-Strategie
Parallel zur internen Neuordnung entspannt sich die Hardware-Seite. Chinesische Behörden haben Alibaba – neben Tencent und ByteDance – die Genehmigung erteilt, Bestellungen für Nvidias Hochleistungs-KI-Chip H200 vorzubereiten. Damit entfällt zumindest ein Teil der Unsicherheit rund um den Zugang zu Spitzenhardware für KI-Anwendungen.
Laut Berichten liegen bereits Bestellungen chinesischer Kunden für mehr als 2 Millionen H200-Chips vor, bei einem Stückpreis von rund 27.000 US-Dollar. Für Alibabas aggressive KI-Offensive unter CEO Eddie Wu, der insgesamt 53 Milliarden US-Dollar in KI und Infrastruktur investieren will, ist diese Hardware zentral:
- Sie stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Cloud-Sparte
- Sie ist für Training und Betrieb des hauseigenen KI-Modells Qwen essenziell
Damit zahlt die Chip-Freigabe direkt auf die Kernstory ein: Alibaba positioniert sich als ernstzunehmender KI- und Cloud-Player – nicht nur als E-Commerce-Plattform.
Institutionelle Rotation und Analysten-Support
Trotz der grundsätzlich positiven Nachrichtenlage gibt es Gegenbewegungen auf der Investorenseite. Der norwegische Fonds Skagen hat seine Alibaba-Position reduziert und Kapital in den Rivalen JD.com umgeschichtet. Diese Rotation zeigt, dass einige institutionelle Anleger die vorangegangene Kursrally nutzen, um Gewinne zu realisieren und innerhalb des chinesischen E-Commerce-Sektors umzuschichten.
Auf der anderen Seite stehen frische Analysten-Upgrades. Das Analysehaus Arete Research hat Alibaba von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft und ein Kursziel von 190 US-Dollar ausgegeben. Der Marktkonsens liegt insgesamt bei einer moderat positiven Einschätzung. Aus den derzeitigen Durchschnittszielen von rund 190 US-Dollar ergibt sich ein zweistelliges Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau.
Am deutschen Markt hat sich der Titel zuletzt nach einem vorangegangenen Anstieg etwas abgekühlt. Am Freitag schloss die Aktie bei 147,20 Euro, was einem Tagesminus von 3,54 % entspricht, liegt aber auf 12-Monats-Sicht immer noch knapp 78 % im Plus.
Blick nach vorn: Zahlen und Umsetzung entscheiden
Kurzfristig hängt die weitere Kursentwicklung vor allem an zwei Faktoren: an der Konkretisierung der T-Head-IPO-Pläne und an einem reibungslosen Zugang zu den bestellten Nvidia-Chips ohne neue geopolitische Hürden. Operativ rückt nun der 19. Februar in den Fokus: Dann legt Alibaba die Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor, mit einem erwarteten Umsatz von 40,95 Milliarden US-Dollar und einem prognostizierten Gewinn je Aktie von 1,91 US-Dollar. Gelingt es dem Konzern, diese Erwartungen zu übertreffen und gleichzeitig erste Fortschritte bei der Monetarisierung seiner KI-Investitionen aufzuzeigen, dürfte der Markt die aktuelle Bewertung und das Potenzial der T-Head-Ausgliederung neu justieren.
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