Der Spezialanlagenbauer Aixtron blickt auf ein rasantes erstes Quartal zurück. Während die Auftragsbücher der Halbleiterbranche dank asiatischer Großprojekte gut gefüllt sind, zeigt sich bei den Bewertungsprofilen der Investmentbanken ein überraschend breiter Graben. Die Spanne der Analystenschätzungen reicht von deutlichem Abwärtspotenzial bis hin zu neuen Rekordhochs.

Massive Spanne bei Kurszielen

Die jüngsten Einschätzungen der Experten offenbaren eine seltene Uneinigkeit über den weiteren Weg des Unternehmens. Das mittlere Kursziel von 15 Analysten liegt mit 31,27 Euro sogar leicht unter dem aktuellen Marktniveau. Dieser Durchschnittswert verschleiert allerdings die extremen Ausreißer nach oben und unten. Die aktuellen Bewertungen im Überblick:

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  • JPMorgan & Jefferies: 36,50 Euro
  • Morgan Stanley: 35,00 Euro (Einstufung "Equal-weight")
  • UBS: 28,00 Euro
  • Warburg Research: 23,50 Euro

Trotz dieser Divergenz dominieren die Kaufempfehlungen. Im März rieten sieben Experten zum Kauf, während zwei eine Halteposition empfahlen. Verkaufsvoten blieben im vergangenen Monat komplett aus.

Asien treibt die Nachfrage

Die optimistischen Stimmen am Markt stützen sich vor allem auf die robuste Dynamik im asiatischen Raum. Großvolumige Investitionen in neue Fertigungskapazitäten, wie etwa der Bau der ersten Polysilizium-Anlage Südostasiens in Malaysia, sichern den anhaltenden Bedarf an den spezialisierten Beschichtungsanlagen von Aixtron.

Diese fundamentalen Treiber spiegeln sich in der enormen Performance wider. Seit Jahresanfang verzeichnete das Papier einen Wertzuwachs von beachtlichen 70,73 Prozent. Der jüngste Rücksetzer von knapp acht Prozent auf Wochensicht ändert wenig an diesem übergeordneten Aufwärtstrend, der den Kurs am gestrigen Dienstag bei 33,42 Euro aus dem Handel gehen ließ.

Die kommenden operativen Zahlen müssen nun belegen, ob die ehrgeizigen Ziele der Bullen gerechtfertigt sind. Erreichen die Auftragseingänge das von JPMorgan und Jefferies prognostizierte Niveau, rückt das erst Ende März markierte 52-Wochen-Hoch von 36,22 Euro schnell wieder in greifbare Nähe. Ein Verfehlen der Erwartungen dürfte das Papier hingegen zügig in Richtung der deutlich tieferen Kursziele der pessimistischeren Analystenhäuser drücken.

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