Airbus Aktie: Liefertempo unter der Lupe
Airbus startet schwach ins Jahr 2026 — und das zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nur wenige Wochen vor der Hauptversammlung am 14. April zeigen frische Lieferdaten, dass der Konzern deutlich hinter seinem eigenen Anspruch zurückbleibt.
Zahlen, die Fragen aufwerfen
Laut Schätzungen von Barclays hat Airbus im ersten Quartal 2026 bislang 75 Flugzeuge ausgeliefert, davon 21 allein im März. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet ergibt sich ein Problem: Bis Ende Februar hatte Airbus gerade einmal 6,2 Prozent seines Jahresziels von 870 Maschinen erreicht. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 7,9 Prozent — und das bei einem damals niedrigeren Ziel von 820 Flugzeugen, das später sogar auf 790 gesenkt wurde.
Mit anderen Worten: Airbus liegt 20 Prozent hinter dem Vorjahrестempo, während das Jahresziel gleichzeitig um rund zehn Prozent gestiegen ist. Das macht die zweite Jahreshälfte zur entscheidenden Phase.
Triebwerke als strukturelles Nadelöhr
Ein wesentlicher Bremsfaktor ist Pratt & Whitney. Der Triebwerkshersteller liefert nicht in der von Airbus bestellten Stückzahl — mit direkten Folgen für die Auslieferungsprognose und den Hochlaufplan. Airbus rechnet nun damit, die Schmalrumpf-Produktion erst Ende 2027 auf eine Rate von 70 bis 75 Flugzeugen pro Monat zu steigern.
Barclays-Analystin Milene Kerner stuft die Verlangsamung als wenig überraschend ein, verweist aber auf einen positiven Aspekt: Mit mehr Klarheit über die Lieferziele 2026 und die Produktionsplanung der A320-Familie sei ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor aus dem Markt genommen.
Hauptversammlung und Quartalszahlen im Blick
Auf der Hauptversammlung am 14. April in Amsterdam steht neben einer Dividende von 3,20 Euro je Aktie — zahlbar am 23. April — auch eine Erneuerung des Aufsichtsrats auf der Agenda. Zwei Wochen später, am 28. April, folgen die Erstquartalszahlen. Das Management wird dann konkret erklären müssen, wie es den wachsenden Abstand zwischen produzierten und tatsächlich ausgelieferten Maschinen schließen will — eine Voraussetzung dafür, das Gesamtjahresziel von 870 Flugzeugen und ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro noch zu erreichen.
Die Airbus-Aktie hat seit Jahresbeginn rund 20 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell deutlich unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte — der Markt preist die Unsicherheit bereits ein.
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