Exicure kämpft mit schwindenden Cash-Reserven und wachsendem rechtlichem Druck. Nach dem Rücktritt eines Board-Mitglieds und einer offiziellen Warnung vor einer möglichen Zahlungsunfähigkeit steht das Biotech-Unternehmen am Scheideweg. Trotz klinischer Fortschritte bleibt die Finanzierung der kommenden zwölf Monate ungewiss.

Liquidität am Limit

Die finanzielle Lage hat sich drastisch zugespitzt. Der jüngste Geschäftsbericht für 2025 weist zwar einen verringerten Nettoverlust von 4,9 Millionen US-Dollar aus, doch dieser Wert täuscht über die tatsächliche Schwäche hinweg. Ohne einen einmaligen Ertrag aus einer Mietvertragsauflösung in Höhe von sechs Millionen US-Dollar wäre das Defizit deutlich höher ausgefallen.

Besonders alarmierend ist der Blick auf die Cash-Bestände. Innerhalb eines Jahres schrumpften die liquiden Mittel von 12,5 Millionen auf nur noch 3,7 Millionen US-Dollar zusammen. Das Management räumte offen ein, dass das Kapital voraussichtlich nicht ausreicht, um den Betrieb für ein weiteres Jahr aufrechtzuerhalten. Diese „Going Concern“-Warnung verdeutlicht den massiven Handlungsbedarf zur Sicherung der Existenz.

Personalwechsel und Rechtsstreit

Inmitten dieser prekären Phase verlässt Sangjin Yeo das Board of Directors und das Audit Committee. Auch wenn das Unternehmen betont, dass keine Unstimmigkeiten über die Geschäftspolitik vorlagen, erfolgt der Abgang zu einem kritischen Zeitpunkt. CEO Jung Soo Kim muss die strategische Neuausrichtung nun ohne Yeos Unterstützung vorantreiben.

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Zusätzlich belasten juristische Auseinandersetzungen die Bilanz. Eine Tochtergesellschaft sieht sich mit einer Klage wegen unbezahlter Mieten in Höhe von rund 0,7 Millionen US-Dollar konfrontiert. Solche rechtlichen Hürden binden wertvolle Ressourcen, die das Unternehmen eigentlich für seine klinische Forschung benötigt.

Hoffnungsträger Burixafor

Operativ gibt es zumindest einen Lichtblick. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen auf 3,3 Millionen US-Dollar, nachdem sie im Vorjahr faktisch bei Null gelegen hatten. Dieser Anstieg ist auf die Übernahme von GPCR Therapeutics USA zurückzuführen, die Exicure den Wiedereinstieg in klinische Studien ermöglichte.

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Wirkstoff Burixafor. In einer Phase-2-Studie erreichten fast 90 Prozent der Patienten den primären Endpunkt bei der Stammzellmobilisierung. Diese medizinischen Erfolge bilden das einzige Faustpfand, das Exicure bei der Suche nach strategischen Alternativen in der Hand hält.

Exicure steht unter enormem Zeitdruck. Die Suche nach neuen Partnerschaften oder einer Eigenkapitalfinanzierung ist nun die einzige Option zur Sicherung des Fortbestands. Anleger müssen den Erfolg dieser Verhandlungen abwarten, da die aktuelle Liquidität ohne externe Hilfe kaum über das Jahr 2026 hinausreichen wird.

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