Agrana-Aktie: Erleichterung in Sicht?
Wirklich schlecht hat sich die Agrana-Aktie in den letzten Monaten angesichts des Marktumfelds nicht geschlagen. Doch es wäre wohl deutlich mehr drin gewesen, würde das schwache Zuckergeschäft nicht den positiven Eindruck aus dem Segment Food & Beverages nachhaltig eintrüben. Erschwerend hinzu kommt, dass das Unternehmen zuletzt für das laufende Jahr keinerlei Besserung in Aussicht stellen konnte.
Aus der Politik kommen nun aber Signale, die daran vielleicht noch einmal rütteln könnten. Der EU-Landwirtschafts- und Ernährungskommissar Christophe Hansen macht sich aktuell dafür stark, die aktive Veredelung von Zucker in der EU auszusetzen. Entsprechende Regelungen erlauben es bislang noch, Rohzucker zollfrei aus Nicht-EU-Staaten einzuführen, um diesen nach der Verarbeitung wieder zu exportieren.
Zuspruch von den Bauern
Offene Türen rennt Hansen damit bei der Vereinigung "Die Rübenbauern" ein. Dort wird der Vorschlag nicht nur als dringend notwendig, sondern auch "längst überfälig" bezeichnet. Zollfreie Importe würden den europäischen Zuckermarkt schon seit Langem schwer unter Druck setzen. Ob und wann die Anpassung tatsächlich erfolgen könnte, ist derzeit noch offen. Da die Mühlen der Politik gerade auf EU-Ebene langsam mahlen, ist noch nicht mit kurzfristigen Effekten zu rechnen.
Die Anleger von Agrana halten sich dementsprechend mit ihrer Vorfreude zurück. Die Aktie scheint oberhalb von elf Euro in einen Seitwärtstrend überzugehen, nachdem die Kurse im Schlussquartal 2025 von rund 12,50 Euro aus abwerteten. Es bleibt dabei, dass für den Moment nur Segmente außerhalb von Zucker und Stärke noch verlässliche Wachstumsaussichten liefern.
Agrana: Die Hoffnung stirbt zuletzt
Agrana hat bereits deutlich klargemacht, dass in absehbarer Zeit beim Zuckergeschäft nicht aus eigener Stärke die Rückkehr in den Wachstumskanal erfolgen kann. Umso mehr liegt es nun an der Politik, für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen. Das scheint man nun wenigstens zur Kenntnis genommen zu haben. Die Hoffnung auf einen Turnaround ist damit vorhanden, doch bleibt es für den Moment eine eher vage Aussicht. Investitionsentscheidungen lassen sich damit kaum untermauern.
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