Adobe Aktie: Hollywood setzt auf Firefly
Adobe will die hartnäckige Angst der Wall Street vor KI-Disruption mit einem neuen Ansatz kontern. Am Donnerstag, 22. Januar 2026, kündigte der Software-Konzern eine Partnerschaft mit der Unterhaltungsindustrie an – und zeigt erstmals, wie sich das Geschäftsmodell mit generativer KI monetarisieren lässt, statt von ihr bedroht zu werden.
Hollywood als Türöffner
Mit der Firefly Foundry hat Adobe eine speziell auf die Filmindustrie zugeschnittene KI-Plattform vorgestellt. Das Besondere: Die Modelle werden ausschließlich mit urheberrechtlich geschütztem Material der Kunden trainiert – also mit den Inhalten von Studios und Talenten selbst. Das unterscheidet Adobe deutlich von OpenAI oder Midjourney, die mit offenen Datensätzen arbeiten und damit regelmäßig Urheberrechtsfragen auslösen.
Zu den ersten Partnern zählen namhafte Hollywood-Agenturen wie CAA, UTA und WME. Für die Branche ist das Angebot attraktiv: Sie kann generative KI nutzen, ohne die Kontrolle über ihre IP zu verlieren. Für Adobe bedeutet die Partnerschaft einen potenziellen Zugang zu hochpreisigen Enterprise-Verträgen in einem Markt, der bislang skeptisch gegenüber KI-Tools war.
Acrobat wird zum Audio-Generator
Parallel dazu hat Adobe seine Document Cloud erweitert. Das neu vorgestellte Acrobat Studio integriert generative Funktionen direkt in den PDF-Workflow. Nutzer können ab sofort aus Textdokumenten automatisch Podcasts generieren lassen oder Präsentationen aus PDF-Inhalten erstellen – beides über die Funktionen „Generate Podcast" und „Generate Presentation".
Die Erweiterung zeigt, wie Adobe seine etablierten Produkte mit KI-Features aufwertet, statt komplett neue Tools zu entwickeln. Das senkt die Hürde für Bestandskunden und nutzt die vorhandene Reichweite von Acrobat.
Bewertung historisch niedrig
Die Ansätze kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Aktie hat seit den 2024er-Höchstständen rund 53 Prozent verloren. Die Marktkapitalisierung schrumpfte von 288 Milliarden auf etwa 121 Milliarden US-Dollar. Verantwortlich war die Sorge, dass KI-Agenten und Video-Tools Adobes Creative Suite überflüssig machen könnten.
Doch die aktuellen Bewertungskennzahlen deuten auf eine Überreaktion hin. Mit einem Forward-KGV zwischen 12 und 16 liegt Adobe deutlich unter dem Sektor-Median von 25 und auch unter den eigenen historischen Durchschnittswerten. Die Bruttomarge beträgt weiterhin starke 88,6 Prozent, die Umsatzprognose für 2026 liegt bei 28,38 Milliarden US-Dollar.
Markt bleibt skeptisch
Trotz solider Fundamentaldaten zeigt sich das institutionelle Lager gespalten. Bey Douglas LLC reduzierte seine Position im dritten Quartal um 25,5 Prozent und verkaufte knapp 4.000 Aktien. Die verbliebene Beteiligung hat einen Wert von etwa 4,03 Millionen US-Dollar.
Der Analystenkonsens bleibt dennoch positiv. Von 34 befragten Analysten vergeben 21 ein „Kaufen"-Rating, 14 empfehlen „Halten". Die Frage ist, ob die neuen KI-Initiativen ausreichen, um die Stimmung nachhaltig zu drehen. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, ob die Firefly Foundry erste Umsätze generiert – und ob Hollywood tatsächlich bereit ist, für sichere KI-Infrastruktur zu zahlen.
Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 23. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








