In drei Tagen legt Adobe seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor – und selten war die Wall Street so uneinig über die Zukunft des Software-Riesen. Während die einen auf KI-getriebenes Wachstum setzen, fürchten andere, dass generative KI-Modelle das Kerngeschäft des Unternehmens langfristig aushöhlen könnte. Die Aktie ist seit Jahresbeginn um 19% gefallen.

Gespaltenes Analystenlager

Am 12. März nach Börsenschluss wird Adobe Klarheit schaffen müssen. Die Erwartungen sind hoch: Die Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 5,87 US-Dollar, was einem Anstieg von 15,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Beim Umsatz wird ein Plus von 10% auf 6,28 Milliarden US-Dollar prognostiziert.

Doch die Einschätzungen gehen stark auseinander. Piper Sandler warnt, Adobe befinde sich „an der Schnittstelle zweier Kategorien, die am wenigsten vor KI-Disruption geschützt sind: MarTech und Design". Citi-Analyst Tyler Radke senkte sein Kursziel von 387 auf 315 US-Dollar und verweist auf die Bewertungskompression im gesamten Software-Sektor.

Barclays-Analyst Saket Kalia zeigt sich optimistischer: Er bestätigte seine Kaufempfehlung, senkte aber ebenfalls sein Kursziel von 415 auf 335 US-Dollar. Er erwartet für Q1 neue wiederkehrende Umsätze von 460 Millionen US-Dollar und rechnet damit, dass Adobe diese Schätzung übertreffen könnte.

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Die zentrale Frage: Chance oder Risiko?

Der Kern der Debatte: Wird Adobes KI-Strategie zu nachhaltigem Umsatzwachstum führen oder das etablierte Geschäft untergraben? Das Unternehmen hat zuletzt eine Reihe von KI-Partnerschaften verkündet – mit WPP, Runway sowie Google Cloud. Letztere Integration bringt Googles KI-Modelle Gemini, Veo und Imagen direkt in Adobe-Anwendungen wie Photoshop und Premiere.

Skeptiker bemängeln jedoch das verlangsamte Wachstum der wiederkehrenden Umsätze im Digital-Media-Segment und vermissen eine überzeugende Monetarisierungsstrategie für KI. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Adobe einen Umsatz zwischen 25,9 und 26,1 Milliarden US-Dollar an – was einem Wachstum von 10,2% bei den wiederkehrenden Umsätzen entspricht.

Hohe Messlatte nach Rekordjahr

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erzielte Adobe Rekorderlöse von 23,77 Milliarden US-Dollar bei einem bereinigten Gewinn je Aktie von 20,94 US-Dollar. Die wiederkehrenden Umsätze stiegen um 11,5% auf 25,2 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal übertraf das Unternehmen mit einem Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 5,50 US-Dollar die Erwartungen.

Um einen weiteren Kursrutsch nach der Q1-Vorlage zu vermeiden, muss Adobe am 12. März nicht nur die Prognosen erfüllen, sondern idealerweise auch die Jahresprognose anheben und überzeugende Fortschritte bei der Integration agentischer KI-Funktionen vorweisen. Die Anleger werden zudem genau auf die Entwicklung der Auftragslage und des Buchungsvolumens achten, um die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells zu beurteilen.

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