Adobe Aktie: Analyst-Panik
Die Adobe-Aktie steht unter Druck. Nachdem Jefferies die Empfehlung von „Kaufen" auf „Halten" gesenkt und das Kursziel von 500 auf 400 US-Dollar gekappt hat, verlängert sich die Verlustserie auf fünf Handelstage in Folge. Der Kern der Kritik: Die hohen Erwartungen an KI-getriebenes Umsatzwachstum erfüllen sich nicht. Trotz massiver Investionen in Künstliche Intelligenz fehlt der sichtbare Durchbruch bei den Erlösen.
KI-Versprechen ohne Tempo
Jefferies-Analyst Brent Thill begründet die Herabstufung mit ausbleibenden Beweisen für KI-Monetarisierung. „Jeder Beitrag durch KI muss sich noch zeigen", so Thill. Obwohl Adobe seit der Firefly-Einführung Anfang 2023 erhebliche Fortschritte gemacht habe, verlangsamte sich das Umsatzwachstum kontinuierlich. Für eine Beschleunigung auf mittlere bis hohe Teens-Wachstumsraten brauche es „einen deutlichen Sprung im kreativen KI-Marktanteil".
Jefferies folgt damit KeyBanc, die Adobe bereits Mitte Dezember 2025 auf „Underweight" mit einem Kursziel von nur 310 US-Dollar herabgestuft hatten – dem niedrigsten unter den großen Wall-Street-Häusern. Hauptkritikpunkte waren die flache Guidance für wiederkehrende Jahresumsätze (ARR) 2026 und der erwartete Rückgang der EBIT-Marge.
Geteiltes Lager
Nicht alle Analysten teilen die pessimistische Sicht. Piper Sandler hält an „Overweight" mit einem Kursziel von 470 US-Dollar fest und verweist auf KI-beeinflusste ARR von über 8 Milliarden US-Dollar sowie ein Nutzerwachstum von 20 Prozent. Bernstein bewertet die Aktie mit „Outperform" und einem Ziel von 506 US-Dollar, BMO Capital setzt auf 400 US-Dollar.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 437 US-Dollar – theoretisch mehr als 30 Prozent Aufwärtspotenzial. Die Spanne reicht von 270 bis 605 US-Dollar, was die unterschiedlichen Einschätzungen zur KI-Wachstumsstory widerspiegelt.
Rekordzahlen im E-Commerce
Parallel veröffentlichte Adobe seine Analyse zum Weihnachtsgeschäft 2025. US-Verbraucher gaben zwischen November und Ende Dezember online 257,8 Milliarden US-Dollar aus – ein Plus von 6,8 Prozent. Der Cyber Monday blieb mit 14,25 Milliarden US-Dollar der umsatzstärkste Tag, der Black Friday folgte mit 11,8 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswert: 56,4 Prozent aller Transaktionen erfolgten über Smartphones, während durch generative KI-Tools getriebener Traffic zu Einzelhandelsseiten um 693,4 Prozent zulegte.
Die Daten unterstreichen die marktführende Position von Adobe Analytics im E-Commerce-Tracking, liefern jedoch keine direkten Impulse für die Aktie.
Ausblick auf Q1 2026
Adobe erwartet für das Geschäftsjahr 2026 Umsätze zwischen 25,9 und 26,1 Milliarden US-Dollar sowie ein ARR-Wachstum von 10,2 Prozent. Der Quartalsbericht für Q1 2026, der Mitte März erwartet wird, dürfte entscheidend sein. Anleger warten auf konkrete Belege, dass sich die KI-Investitionen in beschleunigtem Umsatzwachstum niederschlagen. Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für weitere Korrekturen.
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