AbbVie beantragt FDA-Zulassung für innovatives Faltenmittel mit schneller Wirkung. Analysten bewerten die Marktchancen unterschiedlich.

Der Pharmakonzern AbbVie hat bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Zulassungsantrag für ein neues Neurotoxin eingereicht. Das Mittel namens TrenibotulinumtoxinE, kurz TrenibotE, zielt auf die Behandlung von mittleren bis starken Zornesfalten ab.

Die Einreichung stützt sich auf positive Ergebnisse aus zwei zulassungsrelevanten Phase-3-Studien. In diesen Studien wurden alle primären und sekundären Ziele erreicht. Besonders hervorzuheben ist der schnelle Wirkungseintritt: Effekte zeigten sich teils schon acht Stunden nach der Verabreichung.

Blitzstart mit kurzer Wirkung?

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Was steckt hinter diesem neuen Mittel? TrenibotE soll sich durch eine kürzere Wirkdauer von zwei bis drei Wochen von bestehenden Produkten unterscheiden. Das könnte es besonders für Patienten attraktiv machen, die ästhetische Behandlungen erstmals ausprobieren möchten und eine kürzere Bindung bevorzugen.

Sollte die FDA grünes Licht geben, wäre TrenibotE das erste Neurotoxin seiner Art (Serotyp E) auf dem Markt. AbbVie betont, dass das Sicherheitsprofil in den Studien mit über 2.100 Teilnehmern vergleichbar mit Placebo war, selbst nach bis zu drei Behandlungen. Der Konzern verspricht sich davon offenbar eine neue Option im wachsenden Markt für ästhetische Medizin.

Analysten uneins über die Aussichten

Doch wie sehen das die Experten? Die Meinungen gehen auseinander. Während die Erste Group die Aktie kürzlich von „Hold“ auf „Buy“ hochstufte, zeigte sich Goldman Sachs skeptischer. Sie senkten ihr Votum von „Buy“ auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 194 US-Dollar.

Verantwortlich dafür sind laut Goldman Sachs Bedenken hinsichtlich des Marktkonsenses bei wichtigen Medikamenten wie Skyrizi und Rinvoq sowie potenzielle Herausforderungen im Geschäftsbereich Aesthetics. Bernstein bleibt bei einer „Market Perform“-Einschätzung mit einem Ziel von 203 US-Dollar. AbbVie selbst zeigte sich zuletzt zuversichtlich und bekräftigte die Erwartung eines Umsatzwachstums im hohen einstelligen Prozentbereich bis 2029.

Drohen neue Belastungen?

Trotz solider Fundamentaldaten – der Konzern weist eine Bruttogewinnmarge von über 70 Prozent bei einem Jahresumsatz von rund 56 Milliarden US-Dollar aus – gibt es externe Risiken. So könnten mögliche neue Zölle, wie sie von Donald Trump angekündigt wurden, die globalen Lieferketten belasten. Das könnte auch für AbbVie für Unruhe sorgen.

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