Der Blick auf den Chart verheißt aktuell wenig Gutes: XRP notiert nahe dem 52-Wochen-Tief und hat in den letzten sieben Tagen rund 17 Prozent an Wert verloren. Doch abseits der trüben Kursentwicklung meldet Ripple Labs einen entscheidenden operativen Erfolg. Mit einer neuen Voll-Lizenz in Luxemburg öffnet sich für das Krypto-Unternehmen das Tor für regulierte Zahlungsdienstleistungen in der gesamten Europäischen Union.

Strategische Expansion via Luxemburg

Ripple Labs hat von der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF die volle Zulassung als E-Geld-Institut (EMI) erhalten. Nach der vorläufigen Genehmigung im Januar ist dies der finale Schritt, um den europäischen Markt umfassend zu erschließen. Dank der sogenannten "Passporting"-Rechte ermöglicht diese Lizenz dem Unternehmen, seine Dienste nun in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten anzubieten, ohne für jedes Land separate Genehmigungen einholen zu müssen.

Damit baut Ripple seine regulatorische Präsenz massiv aus. Das Unternehmen hält nach eigenen Angaben mittlerweile über 75 Lizenzen weltweit, darunter auch Zulassungen der britischen Aufsichtsbehörde FCA. Für Ripple ist dieser Schritt essenziell, um institutionelle Kunden im europäischen Finanzsektor bedienen zu können.

Token-Unlock und Stablecoin-Wachstum

Parallel zur Expansion führte Ripple am 2. Februar seinen routinemäßigen monatlichen "Token Unlock" durch. Dabei wurden zunächst eine Milliarde XRP aus dem Treuhandkonto (Escrow) freigegeben. Anleger sollten diese Zahl jedoch im Kontext betrachten: On-Chain-Daten zeigen, dass 700 Millionen dieser Token umgehend in neue Treuhandverträge bis Ende 2026 zurückgeführt wurden. Lediglich 300 Millionen XRP flossen in die liquiden Bestände des Unternehmens, um potenzielle operative Kosten oder Verkäufe zu decken. Dies entspricht etwa 0,5 Prozent des aktiven Angebots.

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Auch der hauseigene Stablecoin RLUSD gewinnt an Fahrt. Die Marktkapitalisierung kletterte bis zum 3. Februar auf rund 1,46 Milliarden US-Dollar. Unterstützung kommt von großen Handelsplattformen: Binance kündigte bereits Pläne an, den Stablecoin zu integrieren, was die Liquidität und Nutzung weiter fördern dürfte.

Divergenz zwischen Kurs und Großanlegern

Während der XRP-Kurs mit aktuell 1,58 US-Dollar genau auf dem 52-Wochen-Tief notiert, zeigen Daten aus dem Hintergrund ein anderes Bild. Trotz der Marktschwäche verzeichneten US-gelistete XRP-ETFs im Januar Nettozuflüsse von fast 92 Millionen US-Dollar – ein Trend, der sich positiv von den Abflüssen bei Bitcoin-ETFs im gleichen Zeitraum abhebt.

Zudem scheint das "Smart Money" die tiefen Kurse für Zukäufe zu nutzen. Die Anzahl der Wallets, die mindestens eine Million XRP halten, stieg im Januar erstmals seit Monaten wieder an. Diese Akkumulation durch Großanleger deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren die langfristigen Perspektiven der europäischen Expansion höher gewichten als die momentane Preisschwäche.

Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, wie schnell Ripple die neuen regulatorischen Möglichkeiten in der EU in konkrete Partnerschaften und Transaktionsvolumen ummünzen kann.

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