XRP will sich stärker als Infrastruktur für regulierte Finanzgeschäfte positionieren. Dafür hat das XRP Ledger jetzt ein wichtiges Netzwerk-Upgrade live geschaltet, das „Compliance“ direkt auf der Blockchain erleichtern soll. Spannend wird, ob daraus in den nächsten Wochen tatsächlich mehr institutionelle Nutzung entsteht.

„Permissioned Domains“: Regulierte Bereiche auf der Blockchain

Am 4. Februar hat das XRP Ledger das Feature „Permissioned Domains“ nach deutlicher Zustimmung der Validatoren aktiviert. Hinter dem sperrigen Namen steckt ein klarer Ansatz: Auf der öffentlichen Blockchain können nun abgeschirmte Bereiche eingerichtet werden, in denen nur freigegebene und verifizierte Nutzer teilnehmen dürfen.

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Der Zweck ist vor allem regulatorisch. Die Funktion soll KYC- und AML-Anforderungen (Know Your Customer / Anti-Money Laundering) direkt auf dem Ledger abbilden. Genau das gilt als zentrale Hürde, wenn Banken und andere regulierte Institute öffentliche Blockchains produktiv nutzen wollen.

Damit passt das Upgrade in die größere Strategie von Ripple und den Entwicklern des Ledgers: Das Netzwerk soll als Plattform für „institutionstaugliches“ DeFi attraktiver werden – also für Anwendungen, die sich in bestehende Regeln und Prozesse der klassischen Finanzwelt einfügen.

Was als Nächstes ansteht

Nach „Permissioned Domains“ richtet sich der Blick bereits auf die nächste Erweiterung: „Permissioned DEX“. Diese Änderung könnte – sofern die nötige Validator-Unterstützung erhalten bleibt – um den 18. Februar 2026 aktiviert werden. Erwartet wird, dass sie den regulierungskonformen Handel auf der dezentralen Börse (DEX) des Netzwerks weiter ausbaut.

Zusätzliche Hinweise zur strategischen Ausrichtung könnten außerdem bei den XRP Community Days (11.–12. Februar) folgen. Bei dem globalen virtuellen Event sind der Ripple-CEO sowie Manager großer Finanzfirmen angekündigt, um über Adoption und Prioritäten für 2026 zu sprechen.

Marktumfeld bleibt der Gegenwind

Fundamentale Weiterentwicklung trifft aktuell auf ein schwieriges Marktbild. XRP steht Anfang Februar unter Druck – laut Bericht vor allem wegen breiter Risikoaversion, dem Abbau gehebelter Positionen und einem generellen Sell-off am Gesamtmarkt. Das spiegelt sich auch im Kurs: Mit 1,45 USD markiert XRP heute ein 52‑Wochen‑Tief.

On-Chain ergibt sich dabei ein gemischtes Bild:

  • Aktive Accounts sollen auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen sein – ein Hinweis auf schwächere Retail-Beteiligung.
  • Gleichzeitig ist die Aktivität im Derivatebereich gestiegen: Höheres Open Interest kann auf mehr spekulativen Hebel hindeuten, nicht zwingend auf Käufe am Spotmarkt.
  • Der langfristige Rückenwind durch die Beilegung des SEC-Verfahrens im August 2025 bleibt laut Bericht ein Faktor für institutionelles Interesse, das sich u. a. in Zuflüssen in XRP-bezogene ETFs Ende 2025 und Anfang 2026 zeigte – zuletzt habe diese Dynamik allerdings nachgelassen.

In den kommenden zwei Wochen liefern vor allem zwei Termine Orientierung: 11.–12. Februar (Community Day mit Aussagen zur 2026er-Strategie) und voraussichtlich um den 18. Februar die mögliche Aktivierung des „Permissioned DEX“ – beides dürfte entscheidend dafür sein, ob das neue Compliance-Toolkit auch praktisch mehr institutionelle Aktivität anzieht.

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